Kategorie-Archiv: Recht

Hier findest du einige Themen aus dem Bereich “Recht. Wir möchten aber darauf hinweisen das unsere Artikel keinesfalls eine Rechtsberatung sind und keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben. Wir können für unsere Meinung also nicht haftbar gemacht werden.

Ist barfuß Auto fahren erlaubt?

Jeder Autofahrer kennt es, barfüßig vom Baggersee ins Auto gesetzt und los geht die Heimfahrt. Doch nicht selten gibt es Diskussionen darüber ob Barfuß Auto fahren erlaubt ist oder nicht! Das gleiche gilt auch für FlipFlops, so angenehm wie diese im Sommer auch sind, sind Sie am Steuer eines Autos auch erlaubt?


Barfuss Auto fahren

Barfuß Auto fahren eine Ordnungswidrigkeit?

Das nehmen viele Leute an und es ist auch oft ein Streitthema vieler Stammtischdiskussionen, doch das ist falsch!

Barfuß Auto zu fahren ist keine Ordnungswidrigkeit!

Das heißt also, wenn Sie von der Polizei angehalten werden und haben keine Schuhe oder Flip Flops an den Füßen dann passiert Ihnen rein Garnichts, es ist kein Bußgeld fällig.

Aber es gibt Risiken!

Denn optimal ist es nicht wenn man barfuß Auto fährt, mit dem nackten Fuß rutscht man wesentlich leichter vom Pedal ab, dadurch können Unfälle entstehen. Dadurch wiederum droht eine Mithaftung im Falle eines Unfalls.
Wenn es zu einem Unfall kommt den Sie barfuß verursacht haben kann es zudem Probleme mit Ihrer Versicherung geben, denn unter Umständen kann der Versicherungsschutz erlöschen.

Nie Barfuß ans Steuer

Auch wenn das barfuß fahren nicht verboten ist sollten Sie aus eigenem Interesse nie ohne geeignetes Schuhwerk, und darunter zählen keine Schlappen und Flip Flops, Auto fahren!

 

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Fahrrad fahren mit Alkohol – Führerscheinverlust droht

Jetzt wo das Wetter wieder schöner wird lässt so mancher das Auto stehen wenn es Abends in den Biergarten oder zu einer Grillfete geht, getreu dem Motto „ich fahr Fahrrad denn mein Führerschein ist viel Wert“ geht es dann zum feucht fröhlichen Vergnügen. Doch Vorsicht, wer unter Alkoholeinfluss mit dem Fahrrad fährt der kann seinen Führerschein schneller verlieren wie man denkt, und das nicht erst wenn man Volltrunken einen Unfall baut. Wie genau und welche Promillegrenzen es auf dem Fahrrad gibt das lesen Sie hier.


Fahrrad fahren mit Alkohol

Fahrrad fahren unter Alkohol

Alkohol auf dem Fahrrad – der Führerschein ist in Gefahr

Aktuell gibt es in der Politik immer wieder Diskussionen ob die Grenze für die absolute Fahruntüchtigkeit für Fahrradfahrer senken sollte, diese liegt im Moment bei 1,6 Promille. Das ist für einen ungeübten Trinker schon ganz schön viel, wir vermuten dass die meisten unserer Leser bei 1,6 Promille im Blut garnicht mehr Fahrrad fahren könnten. Grund für die anhaltende Diskussion ist die zunehmende Anzahl an Unfällen mit bzw. durch alkoholisierte Fahrradfahrer. In manchen Städten gibt es mehr Alkoholbedinge Blutabnahmen bei Fahrradfahrer als bei Autofahrern. Was aber passiert wenn Sie mit Alkohol im Sattel erwischt werden?

Zunächst einmal gilt, wenn Sie mit dem Fahrrad angehalten werden und 1,6 Promille oder mehr Promille haben dann ist der Führerschein weg, es droht zudem ein empfindliches Bußgeld und Punkte in Flensburg, dabei ist es unerheblich ob andere Verkehrsteilnehmer gefährdet wurden oder nicht. Die Begründung laut Strafgesetzbuch lautet: „Nach § 316 Strafgesetzbuch (StGB) wird bestraft, wer infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, ein Fahrzeug sicher im Verkehr zu führen.“ Das Fahrzeug ist herbei egal, das kann ein Auto, Fahrrad oder Motorrad sein.

Promillegrenze Fahrrad

Wer seinen Führerschein liebt der schiebt

Aber auch wer mit weniger als 1,6 Promille unterwegs ist riskiert seinen Führerschein, viele kennen nur diese 1,6 Promillegrenze für das Fahrrad und denken darunter kann garnichts passieren, doch weit gefehlt, denn auch wenn Sie mit weniger Alkohol unterwegs sind ist der Führerschein in Gefahr, nämlich dann wenn Sie mit „alkoholtypischem Verhalten“ auffallen. Und das tut man indem man in Schlangenlinen unterwegs ist, oder vergisst das Licht einzuschalten. Je nach Promillewert droht ein Fahrverbot, Punkte in Flensburg und eine Geldstrafe die sich am Einkommen Orientiert.

Fahrrad, Alkohol und die Probezeit

Besonders Jugendliche sollten aufpassen, die ersten Partys werden natürlich mit dem Fahrrad besucht, in dieser Zeit wird auch der erste Alkohol konsumiert, und genau hier wird es gefährlich. Denn wer ab 16  betrunken auf dem Fahrrad erwischt wird für den kann es teuer und unangenehm werden. Denn es kann Ihnen auferlegt werden das vor dem ablegen der Führerscheinprüfung eine MPU erfolgreich zu absolvieren ist. Wer bereits einen Moped oder Autoführerschein hat für den kann es als Strafe auch eine Verlängerung der Probezeit geben, also alles sehr empfindliche Strafen für Jugendliche.

Führerscheinentzug – was tun wenn die MPU droht?

Wird Ihnen in der Führerschein in diesem  Zusammenhang entzogen, dann können Sie den sehr wahrscheinlich nach der festgesetzten Sperrfrist (mind. 6 Monate) nur unter der Auflage einer MPU wieder bekommen. Das heißt Sie können den Führerschein nur neu beantragen wenn Sie die MPU erfolgreich bestanden haben. Und das machen nur 62 % im ersten Anlauf, manch einer fällt mehr wie einmal durch.

Wenn Ihnen das zu teuer und zeitaufwendig ist, dann kommt vielleicht die Möglichkeit in Betracht, den EU Führerschein im Ausland zu erwerben. Sie machen einfach den Führerschein im EU Ausland wie z.B. in Ungarn neu, dieser ist dann selbstverständlich auch in Deutschland gültig – ganz ohne MPU. Doch ganz so einfach ist das nicht, die Richtlinien dazu wurden in den letzten Jahren häufiger angepasst, an dieser Stelle möchten wir daher an die EU Vermittlungsagentur für EU Führerscheine: www.nie-wieder-mpu.de verweisen. Die Agentur hilft bei der kompletten Abwicklung und ist seit vielen Jahren führend was das Thema EU Führerscheine angeht.

Strafen für Alkohol und Drogen im Sattel

Es gibt eine ganze Reihe von Strafen und Bußgeldern die bei Alkoholmissbrauch im Sattel verhängt werden. Gängige Strafen sind zum Beispiel:

  • Strafanzeige – ab 0,3 Promille und auffälliger Fahrweise oder Unfall
  • 3 Punkte, MPU, hohes Bußgeld – ab 1,6 Promille
  • MPU und Strafanzeige – bei fahren unter Drogeneinfluss
  • näheres zu den aktuellen Strafen unter Bussgeld.org

Vielleicht merkt der ein oder andere Leser jetzt wie schnell man bereits kurz vor einer Strafanzeige stand, unter Umständen hat das sehr weitreichende Folgen, privater sowie beruflicher Natur.

Zur Abschreckung lesen Sie sich am besten einmal einige Gerichtsurteile zum Thema Fahrrad und Alkohol durch – hier geht es zu den Urteilen.

Fazit: Nicht nur Autofahrern sei geraten komplett auf den Alkohol zu verzichten wenn man mit dem Auto nach Hause fahren muss. Auch Fahrradfahrer ist das ans Herz zu legen, denn auch mit dem Fahrrad kann man seinen Führerschein ganz schnell aufs Spiel setzen bzw. sich sehr empfindliche Strafen einhandeln, und das lohnt sich nicht.

Weitere Artikel:
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Einspruch gegen Bußgeldbescheid – so wirds gemacht

Jeder Autofahrer hat es wahrscheinlich schon einmal erlebt, man macht den Briefkasten auf und ein Bußgeldbescheid fällt einem in die Hände. Warum? Das kann viele Gründe haben, zu schnell gefahren – geblitzt, das Rot der Ampel übersehen, falsch geparkt, oder unter Alkohol gefahren. Viele haben schon fast Ehrfurcht vor einem Bußgeldbescheid, aber warum das nicht immer sein muss und was Sie gegen einen Bescheid tun können, das lesen Sie in diesem Ratgeber.



Zahlen Sie Ihre Bußgelder nicht ungeprüft! Geblitzt.de hilft Ihnen bundesweit!

Falsche Bußgelbescheide

Man liest und hört es immer wieder und zahlreiche Untersuchungen in der letzten Zeit haben es bewiesen – fast 50 % der Bußgeldbescheide sind fehlerhaft! Aber als Laie sieht man natürlich nicht jeden Fehler und kann dagegen vorgehen. Es empfiehlt sich aufgrund der hohen Fehlerzahl also grundsätzlich jeden Bußgeldbescheid zu überprüfen, egal welche Strafe auf dem Spiel steht.

Was ist ein Bußgeldbescheid

Ein Bußgeldbescheid ist keine Straftat, es ist eine erste Reaktion auf eine Ordnungswidrigkeit die Sie begangen haben. Ernst sollten Sie Ihn aber natürlich auf jeden Fall nehmen, denn sonst kann es sehr teuer werden.

Bussgeldbescheid

Geblitzt? Der Bußgeldbescheid kommt frei Haus.

Einspruch gegen Bußgeldbescheid

Grundsätzlich könne Sie natürlich gegen jeden Bußgeldbescheid Einspruch einlegen, das kann man selbst tun oder es einem Anwalt übergeben. Wenn man es selbst macht dann ist keine besondere Form für den Einspruch notwendig, das Schreiben sollte das Aktenzeichen, das Zustelldatum und eine Begründung beinhalten.

Zu empfehlen ist der Einspruch natürlich nur wenn der Bescheid nicht richtig ist, zum Beispiel wenn Sie zu der angegebenen Zeit gar nicht Auto gefahren sind, oder auf dem beschriebenen Parkplatz nicht geparkt haben. Schreiben Sie das direkt als Begründung in den Einspruch, es werden Ihnen dann die Beweise offen gelegt, sofern es denn welche gibt. Häufig fällt der Behörde dann schon der Fehler auf und der Bußgeldbescheid wird aufgehoben.

Aber das ganze kann auch nach Hinten losgehen, nämlich dann wenn Sie ohne einen richtigen Grund Einspruch erheben, denn es können dadurch Verfahrenskosten und Bearbeitungsgebühren entstehen. Den Einspruch sollten Sie also nur selbst machen wenn Sie sich ganz sicher sind die Ihnen vorgeworfene Tat nicht begangen zu haben.

Brauch ich einen Anwalt – ja oder nein?

Wir empfehlen: ja – zumindest wenn Sie in dieser Sache keine Erfahrung haben. Denn ein Anwalt kann realistisch abschätzen welchen Erfolg ein Einspruch haben wird, er kann zudem grob abschätzen welche weiteren Kosten (Verwaltungsgebühren, Verfahrenskosten) auf Sie zukommen. Zudem kann ein erfahrener Anwalt auch Formfehler und weitere im Bescheid selbst, und nach Akteneinsicht, im Bußgeldverfahren entdecken und dadurch eventuell eine Einstellung des Bußgeldverfahrens erwirken. Aber wer keinen Anwalt kennt und auch den Aufwand scheut einen aufzusuchen für den haben wir noch einen Tipp:

Bußgeldbescheide Online prüfen lassen – kostenlos

Ein Service der sich geblitzt.de nennt hat ein tolles Angebot das für jeden Autofahrer mehr wie interessant ist. Denn Ihr Bußgeldbescheid wird von erfahrenen Anwälten geprüft und wenn möglich wird ein Einspruch eingeleitet mit dem Ziel das Verfahren einzustellen. Der Clou dabei:

  • Alles geht Online
  • Es kostet Sie keinen Cent

Finanziert wird der Dienst über die Software und die angeschlossenen Anwälte, für Sie ist der Service völlig kostenlos und unverbindlich. Von der Prüfung des Bußgeldbescheides bis zur Einstellung des Verfahrens.

Hier gelangen Sie zu gebitzt.de

 

Fazit: Nicht einfach jeden Bußgeldbescheid einfach zahlen nur weil es ein Amtsschreiben ist, lassen Sie Ihn auf jeden Fall prüfen auch wenn keine Punkte oder ein empfindliches Bußgeld auf dem Spiel steht. Aber wichtig ist das Sie immer die nötigen Fristen im Auge behalten. Diese dürfen Sie auf keinen Fall verstreichen lassen.

Weitere Tipps:
Blitzerapps helfen
bei Rot über die Ampel gefahren

Fahren ohne Versicherung (Versicherungsschutz)

Seit 1965 gibt es in Deutschland das Pflichtversicherungsgesetz, und darin ist geregelt das jedes Auto eine Haftpflichtversicherung haben muss. Dadurch ist die Deckung von Sachschäden sowie Personenschäden die mit dem Auto verursacht werden abgesichert. Kurz gesagt: Wenn Sie auf der Straße oder öffentlichen Wegen ein Auto bewegen wollen dann brauchen Sie nicht nur einen Führerschein sondern auch eine Haftpflichtversicherung für Ihr Fahrzeug.


Fahren ohne Versicherung

Fahren ohne Versicherung – hohe Strafen drohen

Fahren ohne Haftpflichtversicherung

Doch was wenn ein Auto abgemeldet ist oder es nur schnell an einen anderen Standort gebracht werden soll? Hier gibt es nur eine Lösung -> ein Kurzzeitkennzeichen.

Denn fahren ohne Versicherung sollten Sie tunlichst unterlassen, nicht einen Meter darf das Auto gefahren werden. Denn das Fahren ohne Versicherungsschutz ist keine Ordnungswidrigkeit sondern eine Straftat!

Nicht nur wenn Sie selbst ohne Versicherung fahren, auch wenn Sie den Gebrauch eines nicht versicherten PKWs gestatten machen Sie sich strafbar.

Strafe für fahren ohne Versicherung

Das genaue Strafmaß wird in jedem Fall durch ein Gericht  verhandelt, und das unterscheidet zwischen „vorsätzlich“ und „fahrlässig“.

Wenn Sie vorsätzlich ohne Versicherungsschutz fahren droht eine Geldstrafe und sogar Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr.

Bei fahrlässigem fahren ohne Versicherung droht eine Geldstrafe und Haftstrafe von bis zu 6 Monaten.

Fahrverbot und Punkte

Häufig gibt es neben den oben genannten Hauptstrafen auch noch Nebenstrafen und auch die sind nicht gerade gering. Denn es ist mit 6 Punkten im Verkehrszentralregister zu rechnen, obendrauf kommt meist noch ein Fahrverbot von einigen Monaten

Fazit: Wie Sie sehen ist das Fahren ohne Versicherung kein Kavaliersdelikt. Wer auch noch so „schlau“ ist und bei dieser Straftat andere Kennzeichen benutzt um die Straftat zu vertuschen dem droht natürlich noch eine empfindlichere Strafe.

Tipp: Hier erfahren Sie ob Sie nach der Abmeldung noch fahren dürfen.

Knöllchen aus dem Ausland – was ist zu beachten

Wer mit dem Auto in den Urlaub fährt der ist auch vor im Ausland nicht vor der Polizei sicher, ganz im Gegenteil. Denn im Ausland werden wir Ausländer bevorzugt kontrollierte, Grund dafür: Die Strafen sind meist viel höher wie bei uns in Deutschland. Sie sollten also auf der Hut sein und es vermeiden ein Knöllchen zu kassieren.

Bußgeld aus dem Ausland

Knöllchen aus dem Ausland

Knöllchen im Ausland

Bei Rot über die Ampel gefahren, geblitzt wurden oder einfach falsch geparkt. Diese Dinge können natürlich jedem Autofahrer auch im Ausland passieren. Bisher hatte man oft Glück, denn für die Behörden im Ausland war es ein großer Aufwand einen Bußgeldbescheid zu verschicken und diesen auch einzufordern. Häufig wurde man einfach „vergessen“ – doch diese Zeiten sind endgültig vorbei.

Dank einer neuen Regelung ab dem 28.08.2013 können Sie bei Verstößen im Ausland mit einer Verfolgung rechnen. Den ausländischen Behörden ist es nun vereinfacht wurden an Halterdaten zu gelangen.

Vollstreckung des Bußgeldbescheides

Es ist nun sogar möglich das Bußgelder über 70 Euro auch in Deutschland vollstreckt werden. Die Vollstreckung wird dann von einer deutschen Behörde durchgeführt und kostet ebenfalls nochmal Geld, besser ist es also im Ausland ordentlich zu fahren und eventuelle Knöllchen sofort zu bezahlen.

Welche Bußgelder aus dem Ausland werden verfolgt

Es gibt zahlreiche Vergehen bei denen die Behörden aus dem Ausland vorgehen, das sind unter anderem:

– Geschwindigkeitsüberschreitung
– Kein Sicherheitsgurt angelegt
Überfahren einer roten Ampel
Handynutzung am Steuer
– Fahren unter Alkohol oder anderen Drogen (berauschenden Mitteln)
– unbefugte Benutzung eines Fahrtstreifens

Bei Falschparken habt Ihr Glück, wenn Ihr nicht sofort zur Kasse gebeten werdet dann wird das Knöllchen nicht ins Ausland verschickt. Das heißt aber nicht das Ihr in Zukunft auf die Parkgebühr verzichten könnt, in manchen Ländern haben Sie schnell eine Parkralle am Auto, diese wird dann nur gegen Bares gelöst.

Späten Ärger vermeiden

In Zukunft ist mit vermehrten Bußgeldbescheiden aus dem Ausland zu rechnen, diese sollten auf jeden Fall von Ihnen bezahlt werden, denn selbst wenn keine Vollstreckung eingeleitet wird kann es noch eine böse Überraschung geben. Nämlich dann wenn Sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder in das Land des Vergehens einreisen. Im schlimmsten Fall kann dies zu einer Beschlagnahmung des Autos führen, und das im Urlaub!

 

Fazit: Fahren Sie besonders im Ausland mit höchster Vorsicht und halten sich genau an die Verkehrsregeln. Informieren Sie sich bereits vor der Fahrt ins Ausland über eventuelle Besonderheiten die im Urlaubsland beachtet werden müssen.

 

Weitere Tipps:
Bußgeldrechner
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Abnehmbare Anhängerkupplung – abnehmen oder nicht?

Ihr habt an eurem Auto eine abnehmbare Anhängerkupplung oder wollt euch eine montieren lassen? Dann dauert es nicht lange bis der Spruch zu hören ist „wer eine abnehmbare Hängerkupplung hat muss diese abnehmen wenn er keinen Hänger zieht“ – doch stimmt das wirklich? Was ist dran an diesem weit verbreiteten (Irr-) Glaub. Wir klären auf.

abnehmbare Anhängerkupplung

Abnehmbare Anhängerkupplung – Ab oder Nicht?

Abnehmbare Anhängerkupplung immer abnehmen?

Häufig wird diese Aussage begründet das man im Falle eines Unfalls eine Strafe zahlen muss wenn die Anhängerkupplung dran ist obwohl Sie abnehmbar ist. Manch ein ganz schlauer begründet es mit der „Schadensminderungspflicht“ die man hat. Diese Pflicht hat man zwar, kann aber nicht in Verbindung mit der Anhängerkupplung gebracht werden.

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Aber: Es gibt kein Verbot oder Gesetz was einem zur Abnahme der Anhängerkupplung verpflichtet!

Im Klartext heißt dass es ist keine Strafe oder Bußgeld von der Polizei zu erwarten! Auch nicht im Falle eines Unfalls.

Aber: Eine Pflicht zur Abnahme besteht sobald die abnehmbare Anhängerkupplung das Kennzeichen verdeckt. Dann seid Ihr auf jeden Fall verpflichtet diese bei Nichtbenutzung abzunehmen. Es ist anzunehmen dass daraus die allgemeine „Abnahmepflicht“ abgeleitet wurde und sich seitdem hartnäckig hält.

Fazit: Verdeckt die Kupplung zu teilen das Kennzeichen dann muss Sie abgenommen werden wenn Ihr keinen Hänger zieht. Macht Sie das nicht könnt Ihr Sie ganz nach belieben dran lassen oder im Kofferraum verstauen!

Toleranzabzug bei Blitzer

Wenn man geblitzt wird und es merkt geht der erste Blick zum Tacho, wie schnell war ich, welche Strafe / Bußgeld erwartet mich. Das kann man ganz gut mit unserem Bußgeldrechner selbst ausrechnen.

Toleranzabzug Blitzer

Toleranzabzug Blitzer

Aber viele Wissen nicht das es einen sogenannten Toleranzabzug gibt. Dieser wird zu unseren Gunsten von der „geblitzten“ (gemessenen) Geschwindigkeit abgezogen und kann häufig das Zünglein an der Wage sein und über Fahrverbot oder Punkte entscheiden.

Der Toleranzabzug wird ganz automatisch abgezogen und ist auf dem Bußgelbescheid ersichtlich.

Wieviel km/h Toleranz werden abgezogen?

Eine Angabe die immer zutrifft kann man leider nicht treffen, denn abhängig vom Messverfahren, weiteren Umständen und letztendlich vom Entscheidenden Richter hängt die genaue Höhe des Toleranzabzuges ab.

Üblicherweise sind das aber folgende Werte:

  •   Für Geschwindigkeiten unter 100 km/h werden 3 km/h Toleranz abgezogen
  •   Für Geschwindigkeiten über 100 km/h werden 3% Toleranz abgezogen

Beispiele Toleranzabzug:

Wenn Sie innerhalb einer geschlossenen Ortschaft mit 65 km/h geblitzt werden dann werden zu Ihren Gunsten 3 km/h abgezogen. Das heißt Ihr müsst dann noch für 12 km/h zu viel gerade stehen.

2. Beispiel

Ihr werdet auf einer Landstraße mit 130 km/h geblitzt. Es werden 3% von den 130 km/h abgezogen, es wird immer auf die nächste ganze Zahl aufgerundet. In dem Fall 3,9 aufgerundet auf 4 km/h. Das heißt Ihr müsst noch für 26 km/h gerade stehen.

Weitere Tipps:
– Ab wann kann man von Verjährung bei Blitzern reden?
– lohnt der Einsatz von Blitzer Apps

Telefonieren am Steuer oder “Handy am Ohr” – diese Strafen gibts

Jeder von uns hat es schon mal gemacht, erwischt wurden sind sicher auch schon einige von unseren Lesern. Das das Handy am Steuer verboten ist Wissen wir alle, viele Denken das dieses eine mal schon nichts passiert. Doch das telefonieren während dem Auto fahren wird immer rigoroser verfolgt. Mittlerweile reicht es schon wenn man mit dem Handy am Ohr gesehen wird, der Bußgeldbescheid kommt dann unverhofft mit der Post. Weitere Infos und welche Strafen drohen lest Ihr im folgenden Artikel.

Telefonieren am Steuer

Handy am Steuer? Verboten!

Was bedeutet „Handy am Ohr“

Grundsätzlich bedeutet es: telefonieren ohne Freisprecheinrichtung. Ihr haltet also das Handy in der Hand und telefoniert mit Ihm. Das gilt übrigens auch für MMS oder SMS die Ihr während der fahrt verschickt, auch das wird als Handy am Steuer geahndet. Auch die Ausrede dass Ihr gerade ein Foto mit dem Handy schießen wolltet zählt nicht, mit einer Digitalkamera ist es dagegen kein Problem als Fahrer während der Fahrt zu fotografieren. Erscheint etwas verwunderlich aber es ist nunmal so und ein Diskutieren mit dem Beamten ist zwecklos.

Das gleiche gilt übrigens auch wenn Ihr im Stau oder am Straßenrand steht! Der Motor muss aus sein! Erst dann dürft Ihr mit dem Handy in der Hand telefonieren. Alles andere kostet Strafe.

Freisprecheinrichtung bringt Abhilfe

Ein telefonieren über die Freisprecheinrichtung ist natürlich erlaubt. Aber Achtung, auch das Handy in die Hand nehmen um einen Kontakt zu suchen ist verboten!

Für welche Art von Freisprecheinrichtung Ihr euch entscheidet hängt zum großen Teil auch vom Geldbeutel ab. Die einfachste Lösung ist ein Bluetooth Headset das ins Ohr gesteckt wird und per Bluetooth mit dem Handy verbunden wird. Am Headset kann ein ankommender Anruf entgegengenommen und die Lautstärke geregelt werden. Gute Headsets gibt es bereits ab 30 Euro. Bei einem Festeinbau einer Freisprecheinrichtung ins Auto wird es dann schon teurer.

Hier gibts eine Übersicht guter Freisprecheinrichtungen.

Was gilt für Radfahrer?

Auch Radfahrer werden als Verkehrsteilnehmer angesehen, somit ist es auch Radfahrern unter Strafe verboten während der Fahrt zu telefonieren.

Welche Strafen drohen

Aktuell kostet das erwischt werden mit Handy am Ohr währen der Fahrt ganze 40 Euro und einen Punkt in Flensburg.

Aber unter Umständen kann es deutlich schlimmer werden, denn wenn Ihr mehrmals hintereinander erwischt werdet und somit mehrere negative Einträge im Verkehrsregister sammelt dann kann sogar ein Fahrverbot von einem Monat verhängt werden!

All das kann mit der Nachrüstung einer Freisprecheinrichtung umgangen werden.
Hier klicken für eine Übersicht.

Das telefonieren am Steuer ist übrigens fast in der ganzen EU verboten. Die Strafen sind ähnlich, man riskiert zwischen 20 Euro in Österreich und 150 Euro in Griechenland. Also Hände weg vom Handy und ran ans Steuer.

 
Noch mehr verbotene Dinge:
fahren ohne TÜV
bei Rot über die Ampel fahren

Wann verfallen Punkte ein Flensburg – Punkte Verjährung

Jeder Autofahrer kennt das Punkteregister in Flensburg und jeder fürchtet es. Denn die berühmten Flensburger Punkte werden darin gespeichert. Doch wie lange schleppt man die Punkte eigentlich mit sich rum? Gibt es eine Verjährung für Punkte in Flensburg? Wir bringen Licht ins Dunkel und haben das Punktesystem einmal leicht und verständlich erklärt. So verfallen die Punkte ganz automatisch.

Punkte Flensburg

Tilgungsfristen Punkte Flensburg

Was funktioniert das Punktesystem in Flensburg

Das Punktesystem des KBA (Kraftfahrtbundesamt) in Flensburg soll eigentlich Personen helfen die im Straßenverkehr auffällig geworden sind. Es soll helfen den begangenen Verkehrsverstoß einzuordnen und das Fehlverhalten zu korrigieren. Je nachdem wob man diese an sich teilt kann die Begründung leicht Schwanken ;)

Punkteverteilung

Es gibt Strafen von 1 bis 7 Punkten, Ordnungswidrigkeiten werden mit max. vier Punkten bestraft, Straftaten bis zu 7.

Wann werden die Punkte aus dem Punkteregister gelöscht

Jeder Punkt den Ihr euch eingefangen hat verschwindet irgendwann von ganz allein, alles was Ihr tun müsst ist abwarten und natürlich keinen weiteren Punkt einfangen. Das heißt in der Wartezeit sollten die Verkehrsregeln ganz genau befolgt, die Geschwindigkeit eingehalten und das Handy aus der Hand gelassen werden. Denn jeder neue Punkt füllt euer Konto und die Wartezeit beginnt von neuem

Es gelten bis zum Verfall der Punkte folgende Fristen:

2 Jahre  –  bei Ordnungswidrigkeiten

5 Jahre  –  bei Straftaten die nicht im Zusammenhang mit Drogen oder Alkohol stehen

10 Jahre  –  bei Straftaten die im Zusammenhang mit Alkohol und Drogen stehen und bei Entziehung, Versagung oder Erteilungssperre der Fahrerlaubnis

Es ist dabei die Überliegefrist zu beachten, diese beträgt aktuell ein Jahr.

Punkte werden also komplett gelöscht nach Ablauf der Tilgungsfrist + ein Jahr!

Voraussetzung natürlich immer das in dieser Zeit kein neues Vergehen begangen wurde was einen oder mehrere Punkte nach sich zieht.

Fazit: Wer also einen Punkt durch einen geringen Verstoß wie das Handy am Ohr oder einer Geschwindigkeitsüberschreitung bekommen hat der darf sich in Summe 3 Jahre nichts neues zu Schulden kommen lassen dann sind die Punkte komplett verfallen und der Kontostand bei 0 – beim Punkteregister in Flensburg ausnahmsweise etwas positives.

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Verjährungsfrist Blitzer – wann habt Ihr Glück

Rund um die Verjährung beim Blitzen gibt es zahlreiche Geschichten und Foreneinträge im Internet zu lesen die schlicht falsch sind. Wie es sich mit der Verjährungsfrist verhält, wann diese unterbrochen wird und ab wann Ihr wirklich von Glück sprechen könnt das klären wir in diesem Artikel. Aber wie immer ist das keine Rechtsberatung, lediglich das Ergebnis unserer Recherche.

Blitzer Verjährung

Wann ist das Blitzen verjährt?

Verfolgungsverjährung bei Ordnungswidrigkeiten

Die Verfolgungsverjährung bei Ordnungswidrigkeiten, darunter fällt auch das Blitzen, beträgt laut §26 Absatz 3 der Straßenverkehrsordnung 3 Monate – hier nachzulesen.

Das bedeutet aber nicht automatisch dass Ihr 3 Monate nach dem Blitzen aufatmen könnt wenn noch kein Anhörungsbogen oder Bußgeldbescheid eingetroffen ist. Denn zahlreiche Umstände sorgen dafür dass eine Unterbrechung der Verjährung stattfindet. Der §33 OWiG regelt das.

Unterbrechung der Verjährung

Die Verjährung wird unterbrochen unter anderem durch:
– die erste Vernehmung des Betroffenen oder die Bekanntgabe das ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde
– jede richterliche Vernehmung des Betroffenen oder die eines Zeugen
– der Erlass des Bußgeldbescheides sofern er innerhalb von 2 Wochen zugestellt wird

Das waren nur einige Beispiele wie es zu einer Unterbrechung der Verjährungsfrist kommen kann. Hier gibt es die komplette Liste nachzulesen.

Das heißt im Klartext, wenn innerhalb der 3 Monate gegen den „Täter“, also gegen euch direkt, ermittelt wird dann bedeutet das schon eine Unterbrechung. Allein das Zusenden des Anhörungsbogens genügt bereits.

Fazit: Wenn Ihr also geblitzt wurdet und Fiebert das kein Brief im Briefkasten ist dann müsst Ihr das 3 Monate (plus 2 Wochen) tun. Erst danach kann mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden das Ihr tatsächlich „vergessen“ wurdet und die Sache verjährt ist. Wie immer ist das keine Rechtsberatung, im Zweifelsfall solltet Ihr einen Anwalt aufsuchen und diesen zum konkreten Fall befragen.

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Bildherkunft: Rike / pixelio.de