Kategorie-Archiv: Recht

Hier findest du einige Themen aus dem Bereich “Recht. Wir möchten aber darauf hinweisen das unsere Artikel keinesfalls eine Rechtsberatung sind und keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben. Wir können für unsere Meinung also nicht haftbar gemacht werden.

Wann verfallen Punkte ein Flensburg – Punkte Verjährung

Jeder Autofahrer kennt das Punkteregister in Flensburg und jeder fürchtet es. Denn die berühmten Flensburger Punkte werden darin gespeichert. Doch wie lange schleppt man die Punkte eigentlich mit sich rum? Gibt es eine Verjährung für Punkte in Flensburg? Wir bringen Licht ins Dunkel und haben das Punktesystem einmal leicht und verständlich erklärt. So verfallen die Punkte ganz automatisch.

Punkte Flensburg

Tilgungsfristen Punkte Flensburg

Was funktioniert das Punktesystem in Flensburg

Das Punktesystem des KBA (Kraftfahrtbundesamt) in Flensburg soll eigentlich Personen helfen die im Straßenverkehr auffällig geworden sind. Es soll helfen den begangenen Verkehrsverstoß einzuordnen und das Fehlverhalten zu korrigieren. Je nachdem wob man diese an sich teilt kann die Begründung leicht Schwanken ;)

Punkteverteilung

Es gibt Strafen von 1 bis 7 Punkten, Ordnungswidrigkeiten werden mit max. vier Punkten bestraft, Straftaten bis zu 7.

Wann werden die Punkte aus dem Punkteregister gelöscht

Jeder Punkt den Ihr euch eingefangen hat verschwindet irgendwann von ganz allein, alles was Ihr tun müsst ist abwarten und natürlich keinen weiteren Punkt einfangen. Das heißt in der Wartezeit sollten die Verkehrsregeln ganz genau befolgt, die Geschwindigkeit eingehalten und das Handy aus der Hand gelassen werden. Denn jeder neue Punkt füllt euer Konto und die Wartezeit beginnt von neuem

Es gelten bis zum Verfall der Punkte folgende Fristen:

2 Jahre  –  bei Ordnungswidrigkeiten

5 Jahre  –  bei Straftaten die nicht im Zusammenhang mit Drogen oder Alkohol stehen

10 Jahre  –  bei Straftaten die im Zusammenhang mit Alkohol und Drogen stehen und bei Entziehung, Versagung oder Erteilungssperre der Fahrerlaubnis

Es ist dabei die Überliegefrist zu beachten, diese beträgt aktuell ein Jahr.

Punkte werden also komplett gelöscht nach Ablauf der Tilgungsfrist + ein Jahr!

Voraussetzung natürlich immer das in dieser Zeit kein neues Vergehen begangen wurde was einen oder mehrere Punkte nach sich zieht.

Fazit: Wer also einen Punkt durch einen geringen Verstoß wie das Handy am Ohr oder einer Geschwindigkeitsüberschreitung bekommen hat der darf sich in Summe 3 Jahre nichts neues zu Schulden kommen lassen dann sind die Punkte komplett verfallen und der Kontostand bei 0 – beim Punkteregister in Flensburg ausnahmsweise etwas positives.

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Verjährungsfrist Blitzer – wann habt Ihr Glück

Rund um die Verjährung beim Blitzen gibt es zahlreiche Geschichten und Foreneinträge im Internet zu lesen die schlicht falsch sind. Wie es sich mit der Verjährungsfrist verhält, wann diese unterbrochen wird und ab wann Ihr wirklich von Glück sprechen könnt das klären wir in diesem Artikel. Aber wie immer ist das keine Rechtsberatung, lediglich das Ergebnis unserer Recherche.

Blitzer Verjährung

Wann ist das Blitzen verjährt?

Verfolgungsverjährung bei Ordnungswidrigkeiten

Die Verfolgungsverjährung bei Ordnungswidrigkeiten, darunter fällt auch das Blitzen, beträgt laut §26 Absatz 3 der Straßenverkehrsordnung 3 Monate – hier nachzulesen.

Das bedeutet aber nicht automatisch dass Ihr 3 Monate nach dem Blitzen aufatmen könnt wenn noch kein Anhörungsbogen oder Bußgeldbescheid eingetroffen ist. Denn zahlreiche Umstände sorgen dafür dass eine Unterbrechung der Verjährung stattfindet. Der §33 OWiG regelt das.

Unterbrechung der Verjährung

Die Verjährung wird unterbrochen unter anderem durch:
– die erste Vernehmung des Betroffenen oder die Bekanntgabe das ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde
– jede richterliche Vernehmung des Betroffenen oder die eines Zeugen
– der Erlass des Bußgeldbescheides sofern er innerhalb von 2 Wochen zugestellt wird

Das waren nur einige Beispiele wie es zu einer Unterbrechung der Verjährungsfrist kommen kann. Hier gibt es die komplette Liste nachzulesen.

Das heißt im Klartext, wenn innerhalb der 3 Monate gegen den „Täter“, also gegen euch direkt, ermittelt wird dann bedeutet das schon eine Unterbrechung. Allein das Zusenden des Anhörungsbogens genügt bereits.

Fazit: Wenn Ihr also geblitzt wurdet und Fiebert das kein Brief im Briefkasten ist dann müsst Ihr das 3 Monate (plus 2 Wochen) tun. Erst danach kann mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden das Ihr tatsächlich „vergessen“ wurdet und die Sache verjährt ist. Wie immer ist das keine Rechtsberatung, im Zweifelsfall solltet Ihr einen Anwalt aufsuchen und diesen zum konkreten Fall befragen.

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Bildherkunft: Rike / pixelio.de

Einbahnstraße in falsche Richtung befahren

In jede Stadt findet man Einbahnstraßen, die Bedeutung sollte jedem Autofahrer klar sein. Einbahnstraßen darf man nur in eine, vorgegebene Richtung befahren. Was passiert wenn man Sie in die falsche Richtung befährt und sonstige interessante Facts über Einbahnstraßen lest Ihr hier.

Einbahnstrasse

Einbahnstraßen mit dem Fahrrad befahren

Das Gerücht das man mit dem Fahrrad in die falsche Richtung einer Einbahnstraße fahren darf hält sich hartnäckig. Doch es ist schlicht falsch, nur wenn ein Zusatzschild „Fahrrad frei“ unter dem Durchfahrtsverbot hängt darf die Einbahnstraße in die entgegengesetzte Richtung befahren werden. Anderenfalls riskiert Ihr eine Strafe wenn die Polizei euch dabei erwischt.

Mit dem Auto falsch in die Einbahnstraße fahren

Normalerweise solltet Ihr das tunlichst vermeiden, nicht nur weil es rund 30€ Bußgeld kostet wenn Ihr eine Einbahnstraße falsch befahrt, sondern wegen der extrem erhöhten Unfallgefahr. Denn Autofahrer die in einer Einbahnstraße fahren rechnen nicht damit das Ihnen ein Auto entgegenkommt (Vertrauensrecht).

Wenn es trotz allen Schildern passiert ist und Ihr seid in eine Einbahnstraße falsch eingebogen dann heißt es zunächst Ruhe bewahren und die nächste Möglichkeit zum Anhalten nutzen. Eigentlich dürft Ihr laut StVO in einer Einbahnstraße nicht wenden oder rückwärtsfahren. Es wird aber häufig nichts anderes übrig bleiben. Suchen Sie sich am besten einen Einweiser der den Verkehr beobachtet und Ihnen Zeichen gibt wenn Sie gefahrlos wenden können.

Strafe – Bußgeld

Oft passiert es auf der Suche nach einem Parkplatz in einer überfüllten Innenstadt, man übersieht das Schild und schon ist man in die falsche Richtung eingefahren. Wenn die Polizei in der Nähe ist und euch auf frischer Tat ertappt dann gibt es ein Bußgeld von ca. 30€.

Einbahnstraßen und die Vorfahrt

Es hält sich ebenfalls das Gerücht das Autos die eine Einbahnstraße befahren am Ende immer Vorfahrt haben. Das ist natürlich nicht so. Verkehrsschilder regeln die Vorfahrt, wenn keine Schilder stehen gilt wie überall – Rechts vor Links.

 

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Strafe bei nicht Blinken

“Nicht Blinken” – welche Strafe droht Blinkmuffeln

Blinken gehört zu dem wichtigsten Kommunikationsmittel im Straßenverkehr. Bei sehr vielen Situationen sieht die Straßenverkehrsordnung vor das geblinkt werden muss! Das heißt auch wenn Ihr das nicht macht gibt’s eine Strafe die unter Umständen richtig teuer werden kann – was genau euch erwartet und wann geblinkt werden muss und wann nicht das lest Ihr in diesem Ratgeber.

Blinken vergessen

Blinken vergessen – diese Strafe droht

Das Blinken gehört für jeden Auto- und Motorradfahrer zum Alltag im Straßenverkehr. Das wichtigste Mittel um den anderen Verkehrsteilnehmern einen Richtungswechsel mitzuteilen ist der Blinker.

Situationen wann geblinkt werden muss

– Fahrtstreifenwechsel
– Abbiegen
– An- und Abfahren vom Fahrbahnrand
– beim Verlassen eines Kreisverkehrs (nicht beim Einfahren)

Das sind einige Situationen bei denen geblinkt werden muss. Aber die Zahl der Blinkmuffel steigt jährlich, weil dadurch die Zahl der Unfälle steigt wird ein Verstoß geahndet.

Strafe für das „nicht Blinken“

Und zwar mit einem Bußgeld über 10 Euro.
Wenn Ihr erwischt werdet dann lasst auf jeden Fall die Ausrede „der Blinker funktioniert nicht“. Denn eine „mangelhafter Fahrtrichtungsanzeiger“ kostet 15 Euro Strafe.

Wegen „Nicht Blinken“ ein Verkehrsunfall verursacht

Wenn wegen „nicht Blinkens“ ein Verkehrsunfall entstanden ist dann kann es richtig teuer werden, denn wenn Ihr Pech habt müsst Ihr den Schaden komplett übernehmen. Das passiert schnell wenn Ihr eine Spur wechseln wollt und nicht Blinkt, wenn euch einer reinkracht dann wird’s teuer.

In Zukunft also immer an die Benutzung des Blinkers denken und so teure und gefährliche Unfälle vermeiden.

 

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Blitzer Apps – welche Strafen Drohen

Überall liest und hört man von den Blitzer Apps die es für Smartphones gibt. Für das Android und Apple Betriebssystem gibt es einige Apps die in ausreichendem Abstand vor mobilen und festen Blitzern warnen. Diese Apps funktionieren auch wunderbar und erfreuen sich großer Beliebtheit – doch eines Wissen die meisten nicht: Die Blitzerapps auf dem Handy sind verboten! Lest weiter was euch für Strafen drohen.

Blitzer App

Blitzer App – Vorsicht

Hier gehst zum Test der Blitzer Apps

Was sind Blitzer Apps

Blitzer Apps sind kleine Erweiterungen für euer Smartphone, sind diese aktiviert warnen Sie euch vor festen Blitzern und an Stellen wo häufig gelasert wird. Mittlerweile sind auch Ampelblitzer (Rot Blitzer) mit im System. Da diese recht zuverlässig funktionieren sparen Sie häufig Bußgeld und Punkte. Die Datenbank wird mithilfe der App Nutzer aktuell gehalten. Jeder kann Blitzer und Falschmeldungen direkt über die App melden.

Auf fast jedem Smartphone ist mittlerweile eine Blitzer App installiert, dies wird oft gedankenlos getan einfach um mal zu probieren von was man so oft hört. Doch das kann ein teurer Fehler sein.

Denn wenn Ihr bei einer Polizeikontrolle angehalten werden und euch wird eine Nutzung einer Blitzer App nachgewiesen dann droht Strafe und diese beträgt 75 Euro und 4 Punkte in Flensburg!

Durchsuchung eures Smartphones

Wenn ein begründeter Anfangsverdacht besteht dann darf die Polizei euer Handy durchsuchen und sogar beschlagnahmen um es einer genaueren Untersuchung zuzuführen. Damit ist also nicht zu Spaßen. Nicht nur eine Strafe droht sondern was für viele wohl noch schlimmer ist, eine Beschlagnahmung des Handys!

Bei der Nutzung einer Blitzer App zählt Paragraf 23, 1b der Straßenverkehrsordnung: „Dem Führer eines Kraftfahrzeuges ist es untersagt, ein technisches Gerät zu betreiben oder betriebsbereit mitzuführen, das dafür bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören. Das gilt insbesondere für Geräte zur Störung oder Anzeige von Geschwindigkeitsmessungen“.

Dieser Satz ist wohl eindeutig, die Straßenverkehrsordnung könnt Ihr hier nachlesen.

Fazit: Blitzer Apps helfen die Gefahr rechtzeitig zu erkennen und haben schon so manche Punkte gespart. Ob Ihr euch allerdings der gefahr aussetzt allein für die Benutzung einer solchen App 4 Punkte zu kassieren das müsst Ihr selbst abschätzen.

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Fotonachweis: Rike  / pixelio.de

Warnwestenpflicht ab 01.07.14 in Deutschland

Ab dem 01.07.2014 ist das mitführen einer Warnweste nun auch in Deutschland Pflicht. In jedem Fahrzeug muss mindestens eine Warnweste in rot, gelb oder orange mit an Bord sein. Die Anzahl der Mitfahrer ist dabei egal. In einigen Ländern Europas gibt es diese Warnwestenpflicht schon lange, nun hat es auch Deutschland geschafft für etwas mehr Sicherheit zu sorgen.

Warnwestenpflicht

Warnwestenpflicht ab Juli auch in Deutschland

Warnwestenpflicht bald auch in Deutschland

Denn in sehr vielen europäischen Nachbarländern ist das Mitführen einer Warnweste schon länger vorgeschrieben und wird auch kontrolliert. Beliebte Nachbarländer wie Österreich, Slowenien und Italien legen großen Wert auf die Sicherheit beim Autofahren und wünschen, dass man bei einer Panne neben dem Warndreieck auch eine Warnweste zum Einsatz bringt. Juristisch ist zwischen der Tragepflicht und der Mitführpflicht bei Warnwesten zu unterscheiden. Relevant für ein Bußgeld wird man bereits, wenn man keine Warnweste bei einer Verkehrskontrolle in vielen benachbarten Ländern vorweisen kann.

Auch der deutsche Bundesrat hat sich jetzt zur Warnweste bekannt: Seit dem 1. Juli 2014 ist eine Pflicht zum Mitführen einer roten, gelben oder orangenen Warnweste in den Verkehrsregeln für Deutschland festzuschreiben. Die Neuregelung gilt für alle in Deutschland zugelassenen LKW, PKW und Busse. Motor- und Fahrräder sind von der Mitführungspflicht einer Warnweste freigestellt.

Auf die richtige Warnweste achten

Wie die Warnweste auszusehen hat, wird in einer europäischen Richtlinie festgelegt. Wer eine Warnweste kauft, sollte also darauf achten, dass diese Richtlinie über das Kontrollzeichen EN 471 eingehalten wird. Kommt es zu einer Panne, dann sollte man diese rote Warnweste griffbereit haben und recht schnell überziehen, damit man eher von anderen Verkehrsteilnehmern erkannt wird. Insbesondere bei Dunkelheit ist die Warnweste wichtig und sichert das Überleben.

Nicht nur das es nun auch in Deutschland eine Warnwestenpflicht gibt, sondern auch aus eigenem Interesse solltet Ihr immer eine Warnweste im Auto haben. Diese Kostet nur wenige Euro und hilft bei einer Panne extrem. Zum Beispiel bei einem Reifenwechsel im Dunkeln seid Ihr bereits von weitem für andere Autofahrer zu erkennen. Allein das sollte euch die 6 Euro für eine Warnweste Wert sein.

Hier könnt Ihr diese direkt Online bestellen.

Tipp:
– nach dem Urlaub die Vignetten ganz eicht entfernen

 

Bildquelle: GTÜ  / pixelio.de

Bei rot über die Ampel gefahren – das sind die Strafen

Hier und da mal ein paar Km/h zu schnell, einmal 10 Minuten im Halteverbot gestanden – das sind die kleinen Sünden die man als Autofahrer ab und an begeht. Wenn man erwischt wird kostet es zwar meist Strafe aber diese tut nicht so sehr weh und ist eher als Wink mit dem Zaunpfahl zu verstehen. Doch ein vergehen sollten Sie niemals begehen – bei Rot über die Ampel fahren – denn das wird richtig teuer. Wie teuer genau das verraten wir euch.

Rote Ampel überfahren

Stop an der roten Ampel!

Wer täglich im Stadtverkehr unterwegs ist erlebt es auch fast täglich, die Ampel schaltet um auf Gelb und der Vordermann gibt nochmal Gas um nicht bei Rot warten zu müssen. Doch nicht selten ist bereits rot wenn die Kreuzung überfahren wird. Vielleicht ist es euch selbst schon einmal so ergangen. Doch wenn Ihr weiter unten lest wie hoch die Strafen laut aktuellem Bußgeldkatalog sind überlegt Ihr euch das in Zukunft sicherlich dreimal.

Ampelblitzer sehen alles

Häufig macht die Polizei an Ampeln Kontrollen und Ihr werdet bei einem Rotlichtverstoß direkt angehalten und zur Kasse gebeten. Doch immer häufiger gibt es sogenannte Ampelblitzer, diese blitzen nämlich Rotfahrer und die Post von der Bußgeldstelle wird dann richtig teuer. Diese Blitzer sind in der Lage auf die hundertstel Sekunde genau zu berechnen wie lange schon Rot oder Gelb war bevor Ihr die Ampel überfahren habt. Ein Rausreden ist in aller Regel Zwecklos.

Bußgeld bei einer Rot überfahrenen Ampel

 
Dauer der Rotlichtphase bei Überfahrung der Ampellinie
Geldstrafe
Punkte
Fahrverbot
Einfacher Rotlichtverstoßunter 1 Sekunde90 Euro1Nein
Qualifizierter Rotlichtverstoßüber 1 Sekunde200 Euro2ja einen Monat

Wie Ihr seht ist das überfahren einer roten Ampel richtig teuer und wird meist auch mit einem Fahrverbot bestraft. In Zukunft solltet Ihr also tunlichst darauf achten KEINE rote Ampel zu überfahren. Sobald die Ampel auf Gelb springt ist genügend Zeit zum Abbremsen, vorausgesetzt Ihr seid nicht zu schnell unterwegs.

Gegen Ampelblitzer vorgehen

Häufig erreichen uns anfragen in der Art „Ich bin bei Rot über die Ampel gefahren, was kann ich gegen den Bußgeldbescheid tun“ – in den meisten Fällen: nichts. So bitter wie es klingt, jeder Anwalt würde euch zwar Raten mit Einspruch und so weiter dagegen vorzugehen aber wenn Ihr euch nicht wirklich sicher seid das die Ampel noch grün angezeigt hat beim Überfahren dann lasst es einfach und bezahlt die Strafe. Diese kann nämlich unter Umständen noch teurer werden.

Tipp: Durch die Nutzung einer Dashcam können Sie jederzeit selbst überprüfen ob die Ampel wirklich auf Rot stand.

Weitere Tipps:
Ihr wollt Wissen ob Ihr mit FlipFlops Autofahren dürft?
Was kostet es wenn man ohne TÜV angehalten wird?

Fahren nach der KFZ Abmeldung – darf man das?

Häufig gestellte Frage und ebenso häufiger Streitpunkt:

Darf ich nach der Abmeldung / Außerbetriebsetzung mit dem Auto nach Hause fahren?

Wir klären auf!

KFZ Abmeldung

Altes Auto abgemeldet – darf man nach Hause fahren?

Wenn man im Internet nach dieser Frage sucht findet man haarsträubende Aussagen die aus Unwissenheit in Foren gepostet werden, so zum Beispiel:

  • „Ja man darf nach der Abmeldung nach Hause fahren, aber auf schnellstem Weg und ohne Zwischenstopp“
  • „Nein nach der Abmeldung darf man keinesfalls mehr mit dem Auto fahren“
  • „Man darf nur bis zum Händler oder dem Schrittplatz fahren“

Solche Aussagen sind nicht selten zu lesen. Doch alle sind falsch.

Denn nach der Abmeldung oder Außerbetriebsetzung eures Autos könnt Ihr an diesem Tag noch fahren. Das bedeutet Ihr könnt ohne jegliches Risiko bis nach Hause oder zum Autohaus fahren und habt trotzdem den vollen Versicherungsschutz.

Das ganze haben wir uns natürlich nicht ausgedacht sondern steht im Gesetzestext §10 Abs. 4 FZV zum Nachlesen. Hier klicken.

„Fahrten, die im Zusammenhang mit dem Zulassungsverfahren stehen, insbesondere Fahrten zur Anbringung der Stempelplakette sowie Fahrten zur Durchführung einer Hauptuntersuchung oder einer Sicherheitsprüfung dürfen innerhalb des Zulassungsbezirks und eines angrenzenden Bezirks mit ungestempelten Kennzeichen durchgeführt werden, wenn die Zulassungsbehörde vorab ein solches zugeteilt hat und die Fahrten von der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung erfasst sind. Rückfahrten nach Entfernung der Stempelplakette dürfen mit dem bisher zugeteilten Kennzeichen bis zum Ablauf des Tages der Außerbetriebsetzung des Fahrzeugs durchgeführt werden, wenn sie von der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung erfasst sind.“

Der Vertrag mit eurer KFZ Versicherung läuft im Übrigen bis zum Ende des Tages der Abmeldung, um genau zu sein ist das Auto bis um 23.59 Uhr Versichert.

Diese Information ist natürlich nicht bindend und wir können nicht garantieren das dies ewig so bleibt, hier müsst Ihr euch selbst über den Gesetzestext informieren wenn es soweit ist.

Praxisbeispiel: Ihr kauft euch ein neues Auto und gebt das alte beim Händler / Autohaus in Zahlung? Die Ab- und Ummeldung könnt Ihr ganz einfach erledigen indem Ihr mit eurem Auto zur Zulassungsstelle fahrt. Dort meldet Ihr das aktuelle Auto ab (Außerbetriebsetzung) und im gleichen Atemzug das neue an. Von euren Kennzeichen wird die Plakette entfernt, wichtig ist das Ihr die Kennzeichen wieder an das Auto schraubt. Nun geht es mit den neuen Kennzeichen (für das neue Auto) im Gepäck zum Händler, nur noch die neuen Kennzeichen ans Auto und ab geht’s.

So einfach kann es sein. Und hier noch einmal „Man darf an dem Tag der Abmeldung mit dem Auto noch bis nach Hause oder zum Händler fahren“.

Viel Spaß mit dem neuen Auto.

Achtung: Bis zu 800 Euro lassen sich jedes Jahr bei der KFZ Versicherung sparen.
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Promillegrenze für Fahrradfahrer

Oft hört man den Spruch: Heute fahr ich mit dem Fahrrad da kann ich wenigstens trinken. Das stimmt zwar aber nur bis zu einer bestimmten Grenze, denn auch als Fahrradfahrer gibt es eine Promillegrenze die nicht überschritten werden sollte, denn das wird irgendwann wie auch bei Autofahrern teuer und unangenehm, unter Umständen kann es sogar den Führerschein kosten wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist. Darum lest euch diesen Ratgeber zum Thema “Promille und Fahrrad” gründlich durch.

Fahrrad Promillegrenze

Fahrrad & Alkohol = lieber stehen lassen

In vielen Köpfen herrscht die magische 1,6 Promillegrenze für Rradfahrer, diese Zahl ist zwar nicht falsch gilt aber vor den meisten Gerichten als absolute Fahruntüchtigkeitsgrenze für das fahren mit dem Fahrrad. Diese doch recht hohe Promillegrenze ist aber nicht das Maß der Dinge. Denn wenn euch die Polizei eine Trunkenheitsfahrt attestiert dann seid Ihr genau wie beim Auto bereits ab 0,3 Promille dran. Ihr müsst das Fahrrad sicher führen. Das bedeutet ohne Ausfallserscheinungen (Schlangenlinien) am Verkehr teilzunehmen, sobald Auffälligkeiten auftreten ist es egal ob Ihr mit dem Auto oder Fahrrad fahrt.

Wenn Ihr unter erheblichen Alkoholeinfluss mit eurem Fahrrad am Verkehr teilnehmt dann kann die Behörde ebenfalls eine MPU anordnen, anhand dessen Ergebnis kann euch dann sogar der Führerschein entzogen werden.

Brenzlig wird es auch wenn Ihr angetrunken mit dem Fahrrad einen Unfall verursacht, sei es eine Beule im parkenden Auto oder ein Zusammenstoß mit einem Fußgänger. Sobald Ihr unter Alkoholeinfluss, gleich welcher Höhe, steht gibt es zumindest eine Teilschuld. Normalerweise zahlt das die Haftpflichtversicherung, wer keine hat bleibt auf dem Schaden sitzen und muss selber die Buße zahlen.

Fazit. Wie Ihr seht gibt es auch als Fahrradfahrer keine Narrenfreiheit. Sobald Ihr am Straßenverkehr teilnehmt gelten Promillegrenzen die unbedingt eingehalten werden sollten. Merkt euch also das Ihr das Fahrrad sicher und ohne Auffälligkeiten führen müsst, bis zu einem obersten Promillewert von 1,6 ist das straffrei möglich. Doch lasst euch gesagt sein das diesen Wert nur “Profis” schaffen und er für euch keinesfalls als Richtwert gelten sollte. Wenn Ihr euch nicht sicher seit lasst das Fahrrad stehen und geht zu Fuß oder schiebt es auf dem Nachhauseweg, dann dient es wenigstens noch als Stütze :).

Achtung: Fernab von rechtlichen Grenzen solltet Ihr zuerst an eure Gesundheit denken, das Sturz- und somit Verletzungsrisiko auf dem Fahrrad ist angetrunken bzw. betrunken extrem höher wie nüchtern. Daher last das Rad lieber stehen oder schiebt es, ein Sturz als Radfahrer mit einiges an Promille kann schwere Folgen haben mit denen Ihr noch lange kämpfen müsst.