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Reifen richtig lagern

Viele Autofahrer Wechseln Ihre Reifen selbst, im Frühjahr und Herbst steht der Wechsel von Sommer- auf Winterreifen bzw. umgekehrt an. Wie das genau geht haben wir bereist beschrieben.

Doch genauso wichtig wie der richtige Wechsel ist auch das Lagern der Reifen. Da die Reifen ein großer Sicherheitsaspekt sind sollte gerade bei der Lagerung alles richtig gemacht werden. Wie Ihr eure Sommer bzw. Winterreifen richtig lagert das verraten wir euch.


Reifen Lagern

Reifen richtig lagern

Reifen & Felgen gründlich säubern

Das wichtigste nach der Demontage der Felgen ist das gründliche säubern der Reifen und Felgen. Dazu gibt es speziellen Felgenreiniger der aber nicht auf die Reifen gelangen darf. Wenn der komplette Schmutz entfernt ist dann solltet Ihr einen geeigneten Platz zum einlagern der Reifen suchen.

Platz zum Reifen einlagern

Trocken, kühl und vor Sonneneinstrahlung geschützt – so beschreibt der Profi den idealen Platz zum Lagern von Reifen und Felgen. Im Idealfall ist das ein durchlüfteter Keller / Tiefgarage oder eine Ecke in der Garage. Brütend heiße Dachböden oder alte feuchte Keller sind dabei zu vermeiden.

Reifen Stapeln oder stehend lagern?

Beide Varianten sind nicht völlig richtig, wenn Sie die Reifen aufeinander Stapeln sollten diese regelmäßig umgestapelt werden da sich Schwitzwasser zwischen den Reifen bilden kann. Auch wenn die Reifen stehend gelagert werden ist eine regelmäßige Drehung sinnvoll um Druckstellen zu vermeiden.

Ideale Lösung: ein Felgenbaum

Perfekt zum Lagern von Reifen mit Felgen in Kellern und Garagen ist ein Felgenbaum. Diese gibt es als Sets zu kaufen / bestellen und die Reifen werden frei von Druckstellen platzsparend gelagert. Häufig wird auch eine Schutzhülle mitgeliefert die über den komplett bestückten Felgenbaum gestülpt wird und die Reifen vor Verschmutzung während der Lagerung schützt.

Diese Ideallösung ist gar nicht mal teuer, ab rund 20 Euro gibt es bereits einen Felgenbaum zu bestellen. Es gibt auch Modelle mit Rollen, so kann bei Bedarf der komplette Radsatz bewegt werden.

Hier könnt Ihr Online das Angebot an Felgenbäumen anschauen.

Sie müssen viele Reifen lagern?

Haben Sie vielleicht eine KFZ Werkstatt oder einen Reifendienst? Dann ist es mittlerweile üblich dass die Kunden Ihre Reifen einlagern können.  Selbst als kleine Werkstatt stößt man schnell an seine Grenzen, denn die Lagerkapazität für dutzende Sommer- bzw. Winterreifen ist nicht zu unterschätzen. Wenn auch Ihnen der Platz für Reifen ausgeht dann ziehen Sie den Kauf eines Lagercontainers in Betracht, diese gibt es für relativ kleines Geld auch gebraucht. Der größte Vorteil, Sie werden geliefert, per Kran vom LKW gehoben werden und sind schon einsatzbereit. Kein aufwendiges Bauen, keine Erdarbeiten oder ähnliches. Klicken Sie hier für mehr Infos über die Anschaffung eines Lagercontainers.

Weitere Tipps:

Reifen markieren
Direkt nach der Demontage bzw. des Reinigens solltet Ihr die Reifen markieren, so wisst Ihr bei der erneuten Montage wo welcher Reifen war und könnt diese tauschen um eine gleichmäßige Abnutzung zu gewährleisten. Entweder Ihr schreibt mit einem Stück Kreide die Abkürzungen (HR, HL, VR, VL) auf die Reifen oder Ihr nutzt spezielle Markierer die auf das Ventil des Reifens aufgesteckt werden.

Reifen überprüfen
Vor dem Einlagern ist der perfekte Zeitpunkt die Reifen auf Beschädigung oder Verschleiß zu überprüfen. Schaut zum Beispiel ob sich Nägel oder Schrauben in die Lauffläche eingefahren haben. Kontrollieren Sie auch die Flanken auf Beschädigungen (Risse) die durch Bordsteine entstanden sein könnten. All das spart eine Böse Überraschung beim nächsten Reifenwechsel. Wichtig ist auch die Kontrolle der Profiltiefe – hier lest Ihr mehr darüber.

Winterreifen günstig aus dem Internet

Der Winter ist zum Greifen nah, die Temperaturen sind Nachts schon wieder einstellig – nicht nur der Mensch muss sich auf den Winter vorbereiten, auch jedes Auto. Es gibt einige Dinge die man vor dem Winter tun sollte um für die eisigen Temperaturen, sowie Matsch und Schnee, gewappnet zu sein. Das wichtigste sind aber mit Abstand die Winterreifen, warum das so ist, und wie Sie an neue günstige Winterreifen gelangen, das lesen Sie in diesem Artikel.


Gute Winterreifen

Mit guten Winterreifen kein Problem

Vorbereitung auf den Winter

Wenn es frostig wird und schneit, dann benötigt Ihr Auto auch etwas Vorbereitung damit es gut und ohne Ausfälle durch den Winter kommt. Wir haben schon einige Artikel verfasst die mit diesem Thema zu tun haben, nachfolgend sehen Sie welche das sind:

Das sind einige Dinge die Ihnen helfen im Winter nicht mit einer Panne dazustehen.

Wichtig: Die Winterreifen

Noch viel wichtiger sind aber die Winterreifen Ihres Autos. Im Winter ist es nicht nur kalt, sondern es kommt auch zu Schnee und Frost auf den Straßen. All diese Widrigkeiten können im schnellen Wechsel auftreten, ein Winterreifen muss mit diesen Witterungsbedingungen klar kommen um Ihnen ein sicheren Halt auf der Straße zu bieten.

Bereits bei Temperaturen unter 7 Grad kann es mit Sommerreifen gefährlich werden, denn die Gummimischung von Sommerreifen wird bei kalten Temperaturen „hart“ – das heißt der Grip wird weniger, und gerade dieser ist im Winter, bzw. in der kalten Jahreszeit, besonders wichtig.

Nicht ohne Grund gibt es seit 2010 in Deutschland eine Winterreifenpflicht. Der Zeitraum von Wann bis Wann Winterreifen auf dem Auto sein müssen ist zwar nicht genau definiert, aber wer bei Schnee und Eis auf der Fahrbahn in einen Unfall verwickelt wird, für den kann es teuer werden. Denn dann kann die KFZ Versicherung die Schadenregulierung ablehnen oder kürzen.

Günstige Winterreifen finden

Die meisten Autobesitzer fahren in die Werkstatt und lassen sich einfach neue Winterreifen montieren, schließlich kostet es viel Zeit einige Werkstätten anzufahren und nach einem Angebot für neue Winterreifen zu bitten. Doch es geht viel einfacher, nämlich wenn Sie die Winterreifen Online kaufen. Das ist in den allermeisten Fällen nicht nur günstiger, sondern Sie bekommen in den Online Reifenshops auch eine Bewertung und häufig auch Rankings von den verschiedenen Winterreifen. So können Sie ganz gezielt nach einem guten Winterreifen suchen, in einer Werkstatt wird häufig der neue Reifen über die Gewinnspanne ausgewählt.

Wenn Sie sich für einen Reifen entschieden haben dann können Sie diesen direkt online bestellen. Viele Reifenshops haben ein Deutschlandweites Netz an Montagepartnern, das heißt Sie können die Reifen direkt an einen Montagepartner in Ihrer Nähe schicken lassen, sind die Winterreifen bei diesem angekommen werden Sie angerufen und ein Montagetermin wird vereinbart – günstiger und einfacher geht es nicht. Einen Online Reifenshop den wir empfehlen können: oponeo.de

Die Eigenschaften von Winterreifen

Was macht die Winterreifen aber so besonders? Und zwar liegt das Geheimnis Nummer eins in der Gummimischung, diese bleibt auch bei kalten und frostigen Temperaturen so elastisch das Sie genügend Traktion bietet. Beim bloßen hinschauen auf die Lauffläche erkennen Sie schon die nächste Besonderheit, hier gibt es spezielle Stollen- und Lamellenprofile. Die sogenannten „Greifkanten“ sorgen dafür dass sich der Reifen optimal an den Untergrund greifen kann und somit das Auto sicher auf der Straße hält.

Winterreifen und die Profiltiefe

Der Gesetzgeber sieht eine Mindestprofiltiefe von 1,6mm vor, auch bei Winterreifen. Aus Sicherheitsgründen sollten Sie Ihre Winterreifen ausmustern wenn diese unter 4mm Profiltiefe haben, denn darunter können Sie Ihre positiven Eigenschaften nicht mehr voll ausspielen.

M + S Reifen

Im Handel sind M+S Reifen erhältlich, diese stehen für Matsch & Schnee (Mud & Snow) – viele Leute denken das ein M+S Reifen gleichzeitig auch Winterreifen ist, doch dem ist nicht so. Theoretisch kann das M+S Symbol auf jeden Reifen aufgedruckt sein, auch ohne dass es ein gesetzlich anerkannter Winterreifen ist.

Gesetzlich anerkannte Winterreifen tragen neben dem M+S Zeichen zusätzlich ein Schneeflockensymbol –  nur wenn dieses auf dem Reifen zu finden ist dann ist das auch ein richtiger Winterreifen. Diese Reifen wurden positiv auf Ihre Traktion hinsichtlich Schnee und Eis getestet.
M+S Reifen haben den Vorteil dass Sie das ganze Jahr über gefahren werden können. Hierzu muss man aber sagen des es Einschränkungen gibt. Und zwar beginnt das bei der Höchstgeschwindigkeit. Diese ist geringer als bei einem reinen Sommerreifen, bedingt durch die Gummimischung. Ein M+S Reifen hat zwar ein Mindestmaß an Traktion auf Schnee und Eis, mit den Eigenschaften eines reinen Winterreifens kann er aber nicht mithalten. Fürs Flachland sind die M+S Reifen also durchaus eine Alternative, wer im Winter im Gebirge oder den Alpen unterwegs ist, für den empfehlen sich reine Winterreifen.

Fazit: Das Thema Winterreifen sollte für jeden Autofahrer ein ganz wichtiges sein. Wir empfehlen Winterreifen von O bis O – von Oktober bis Ostern. Ihre und die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer sollte das wichtigste sein.

Muttern / Radschrauben nach Reifenwechsel nachziehen

Jeder Autofahrer hat es schon einmal gehört oder gelesen „50 Kilometer nach dem Radwechsel sollen die Schrauben / Muttern nachgezogen werden“ – ist da etwas dran oder ein Ammenmärchen aus vergangener Zeit? Wir klären auf.


Radschrauben nachziehen

Radschrauben nachziehen

Nein es ist kein Märchen das längst überholt ist! Auch heutzutage sollte man nach frühestens 50Km und spätestens 100Km die Radbolzen nachziehen bzw. nachziehen lassen.

Mittlerweile schreibt das fast jede Werkstatt aus Haftungsgründen direkt auf die Rechnung.

Gründe für das nachziehen

Es gibt gleich zwei Gründe warum das nachziehen der Schrauben wichtig ist, zum einen kann jedem ein Fehler unterlaufen und eine Schraube wird einfach vergessen beim Anziehen mit dem Drehmomentschlüssel.

Dann kann es auch sein das sich zwischen der Schraube und der Felge Dreck angesammelt hat der die Schraube bereits nach wenigen Kilometern etwas lockert.

Auch wenn diese zwei Dinge eher Unwahrscheinlich sind sollten Sie auf das nachziehen der Schrauben nie verzichten, denn wenn es dadurch zu einem Unfall kommt dann geht dieser meistens mit schlimmen Folgen aus.

Wie werden die Schrauben nachgezogen?

Wenn den Reifenwechsel die Werkstatt durchgeführt hat dann ist es am einfachsten nach 50Km dort zu stoppen und die Schrauben nachziehen zu lassen, das ist in aller Regel auch kostenlos.

Wenn Sie die Reifen selber gewechselt haben dann mit dem entsprechenden Wert am Drehmomentschlüssel einfach selbst nachziehen.

Es ist aber davon abzuraten mit dem Radkreuz einfach noch ein Stück „fester zu ziehen“ denn dann stimmt das vorgegebene Anzugsdrehmoment nicht mehr.

Fazit: Die Gründe für das nachziehen zwischen 50 – 100 Kilometer sind einfach und verständlich. Deswegen sollten Sie nicht aus Bequemlichkeit darauf verzichten, denn es kann unter Umständen schwere Unfälle vermeiden, und die möchte niemand.

Weitere Ratgeber:
Reifen selber wechseln
Reifen richtig lagern

Reifenwechsel selber machen – unsere Anleitung

Der halbjährliche Reifenwechsel von Sommer- auf Winterreifen bzw. umgedreht ist schon eine nervige Sache. Denn gerade zur Reifenwechselzeit bekommt man in seiner Werkstatt nur schwer einen Termin, man muss zur Werkstatt fahren, lange Wartezeiten in Kauf nehmen und bezahlen natürlich auch noch. Seid Ihr schon einmal auf die Idee gekommen die Reifen an eurem Auto selber zu wechseln? Nur Mut, hier kommt die richtige Anleitung dazu.

Reifen wechseln Anleitung

Reifen wechseln mit dieser Anleitung

Reifen selber wechseln

Mit etwas Vorbereitung und der richtigen Anleitung ist es problemlos möglich die Reifen am eigenen Auto selber zu wechseln. Überlegt euch einfach wo Ihr am besten die Sommer bzw. Winterreifen lagern werdet (dazu der Ratgeber -> Reifen richtig lagern) und überhaupt könnt – das ist bereits die halbe Miete.

Das richtige Werkzeug zum Reifenwechsel

Als nächstes ist das richtige Werkzeug zu besorgen, man braucht zwar nicht viel aber dennoch gibt es hier immer wieder Verwunderung, denn Grund dafür, das Bordwerkzeug in eurem Auto ist nicht geeignet um einen Reifenwechsel durchzuführen, das ist lediglich für den Notfall, also einen Platten, zu benutzen.

Ihr benötigt:

  • Wagenheber (Hydraulisch)
  • Radkreuz
  • Drehmomentschlüssel
  • Drahtbürste
  • Unterstellbock

Besonders der Drehmomentschlüssel ist wichtig, ohne diesen ein Reifenwechsel nicht selber durchgeführt werden. Es gibt Sie aber bereits ab 20 Euro im Handel. Mehr über den Drehmomentschlüssel haben wir in diesem Artikel geschrieben – Drehmomentschlüssel zum Reifenwechsel.

Anleitung zum Reifenwechseln

Zunächst sollte ein möglichst ebener Untergrund für den Reifenwechsel gesucht werden. Asphalt oder Beton eignet sich gut, das gewährleistet einen sicheren Stand des Wagenhebers.
Nachdem Ihr das Auto abgestellt habt legt einen Gang ein (bei Automatik Wählhebel auf „P“) und zieht die Handbremse an um das Auto vor dem wegrollen zu sichern.

Reifen markieren
Wenn Ihr Reifen demontiert dann ist es wichtig das Ihr die Reifen markiert. Beim erneuten montieren der Räder muss seitengleich, achsweise getauscht werden. Das bedeutet vorne rechts geht nach hinten rechts und umgekehrt. Ihr könnt die Reifen nach dem Waschen mit Kreide markieren oder bastelt euch Anhänger die Ihr an den Felgen befestigt.

Nehmt das Radkreuz und löst die Schrauben noch während das Auto auf dem Untergrund steht.

Wagenheber
hydraulischer Wagenheber
Erst jetzt kommt der Wagenheber ins Spiel. Besorgt euch dazu einen Hydraulik Wagenheber, es genügt ein kleiner 2Tonnen Rangierwagenheber. Den Wagenheber aus dem Bordwerkzeug solltet Ihr nur bei einer Panne verwenden. Schaut dazu in der Betriebsanleitung wo die Punkte zum ansetzen des Wagenhebers sind. Meist sind diese markiert so das man sofort erkennt wo der Wagenheber angesetzt werden kann.

Eine Übersicht guter hydraulischer Wagenheber

Hebt nun den Wagen soweit an  das das Rad nur ganz knapp vom Boden angehoben wird. Umso höher das Auto angehoben wird umso instabiler wird es.

Jetzt ist es wichtig mindestens einen Unterstellbock unter eine geeignete Stelle zu stellen, falls die Hydraulik des Wagenhebers nachgibt oder jemand am Auto wackelt springt es nicht vom Wagenheber. Es sind schon sehr schlimme Unfälle passiert wegen dieser Fahrlässigkeit! Unterstellbock also unbedingt einsetzen! Einen Unterstellbock könnt Ihr hier bestellen.

Dreht nun die bereits gelockerten Radschrauben komplett heraus und nehmt das Rad ab.

Wichtig ist nun die Auflageflächen mit einer Drahtbürste von eventuellem Rost zu entfernen.

Den neuen Reifen montieren
Setzt nun den neuen Reifen an die Achse und schraubt die Radbolzen handfest hinein. Wenn alle Schrauben mit dem Radkreuz handfest angezogen wurden lasst den Wagen wieder komplett herunter und zieht sofort alle Radschrauben mit dem Drehmomentschlüssel entsprechend der Herstellervorgaben fest.

Vergesst nicht vor oder unmittelbar nach dem Reifenwechsel den Luftdruck zu kontrollieren. Hier die passende Anleitung dazu: Luftdruck an Auto & Motorrad kontrollieren.

Klebt euch am besten einen Zettel ins Auto: Nach 50 bis 100km gefahrenen Kilometern ist es wichtig das Ihr die Radschrauben mit dem Drehmomentschlüssel erneut überprüft.

 

Fazit: Mit dieser Anleitung ist es ein leichtes seine Reifen selber zu wechseln. Wichtig ist ordentliches Werkzeug und beim Wechsel auf die Sicherheit zu achten. Dann geht auch nichts schief, Ihr braucht keinen Werkstatttermin und spart obendrein noch Geld.

Weitere Tipps:
Reifenalter erkennen
Profiltiefe
Winterreifenpflicht- an die Achsvermessung denken

Drehmomentschlüssel zum Reifen wechseln – wichtig!

Wenn Ihr uns unsere Anleitung zum Reifen wechseln durchgelesen habt dann wisst Ihr das dies keine schwierige Aufgabe ist. Vorausgesetzt man hält sich an die Anleitung, und dazu gehört auch die Verwendung eines Drehmomentschlüssels zum festziehen der Radbolzen. Das ist ein Punkt der von Hobbyschraubern gern mit den Worten „das habe ich im Gefühl“ abgetan wird. Doch das ist Blödsinn, denn den richtigen Drehmoment hat niemand im Gefühl.

Warum einen Drehmomentschlüssel verwenden

Radwechsel gehört zu den Sicherheitsrelevanten Dingen mit denen Vorsichtig umzugehen ist. Richtiges Werkzeug ist das A und O um diese Aufgabe sicherheitstechnisch zu lösen. Denn Radschrauben müssen mit einem ganz bestimmten Drehmoment festgezogen werden, und das macht man mit einem Drehmomentschlüssel. Das Radkreuz im Bordwerkzeug ist lediglich für den Notfall unterwegs gedacht.

Viele arbeiten nach dem Motto „lieber zu fest wie zu locker“ doch beides kann Schäden bewirken, zu leicht angezogene Radbolzen können im schlimmsten Fall zum verlieren des Rades während der Fahrt führen. Zu fest angezogene Radschrauben können zu Beschädigungen an der Felge, den Bolzen oder dem Gewinde führen.

Wie funktioniert der Drehmomentschlüssel

Ganz einfach, im Prinzip ist es nichts weiter wie eine große Ratsche, an deren Griff kann man aber einstellen mit wieviel Kraft (in Newtonmeter) man die Schraube / Bolzen anziehen möchte. Ist die Kraft während dem anziehen erreicht „rutscht“ die Ratsche über die Mechanik und die Radschraube wird nicht fester angezogen wie eingestellt.

Die Preise für einen Drehmomentschlüssel variieren natürlich extrem, für einen Einsatz in der Hobbywerkstatt gibt es allerdings schon gute Modelle für 20 bis 30 Euro die Ihren Dienst zuverlässig verrichten. Eine Auswahl sehen Sie hier.

Drehmomentschlüssel Übersicht – hier klicken

Mit welchem Drehmoment sind Alufelgen / Stahlfelgen anziehen

Das ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Bei Kleinwagen beginnt die Anzugsdrehmoment bei 80 Nm und kann bis zu 200 Nm bei Geländewagen bzw. SUVs gehen. Um das richtige Anzugsdrehmoment rauszubekommen ist ein Blick in das Handbuch des Fahrzeugs notwendig oder bei Felgen aus dem Zubehör in der ABE.

Drehmomentschlüssel zum lösen verwenden

Manch einer kommt auf die Idee dass man den Drehmomentschlüssel aufgrund seines oft langen Hebels wunderbar zum Lösen der festsitzenden Radschrauben verwenden kann. Doch das solltet Ihr möglichst unterlassen. Denn zum lösen wurde er nicht gebaut, die Mechanik kann so zerstört werden und Ihr könnt einen neuen Kaufen. Sitzen die Radmuttern zu fest dann hilft das Radkreuz mit dem aufgesteckten Rohr. Häufige Ursache für zu festsitzende Radbolzen ist das beim einschrauben „nach Gefühl“ und nicht nach vorgeschriebenem Drehmoment angezogen wurde.

Fazit: Wer sich das Geld für den Reifenwechsel in der Werkstatt sparen möchte sollte aber auf solch wichtige Dinge wie den Drehmomentschlüssel nicht verzichten.

Hier könnt Ihr einen Drehmomentschlüssel bestellen.

Weitere Ratgeber:
Scheibenwischer wechseln
Scheinwerfer selber einstellen

Das Reifenalter erkennen

Vielleicht habt Ihr in den anderen Artikel rund um das Thema schon gelesen wie wichtig Reifen sind. Die Reifen tragen einen großen Teil zur Sicherheit bei. In unserem Artikel zum Thema: Profiltiefe bei Autoreifen, haben wir geschrieben das die Reifen spätestens nach 8 Jahren getauscht werden sollten, unabhängig von der Abnutzung des Profils. Doch wie erkennt man das Alter eines Autoreifens?


Reifenalter erkennen

Reifenalter herausfinden

Das Reifenalter erkennen

Wenn man sich einen Autoreifen anschaut dann kann man Ihn drehen und wenden wie man will, einen Aufdruck „Hergestellt am …“ wird man nicht finden. Aber doch ist er da, nämlich verschlüsselt in der der DOT-Nummer die auf jedem Reifen zu finden ist. Diese DOT-Nummer gibt das Herstellungsdatum des Reifens an, und dieses ist für uns interessant.

DOT-Nummer bis zum Jahr 2000:

Beispiel: DOT CHJN UZTR 099

Da diese Kennzeichnung mit einer 3-stelligen DOT Nummer nur bis zum Jahr 2000 genutzt wurde könnt Ihr euch sicher sein das der Reifen zu alt ist um Ihn noch im Straßenverkehr zu benutzen. Das korrekte Alter wird so gelesen: die ersten beiden Ziffern 09 geben die Kalenderwoche an, die letzte Zahl steht für das Jahr – hier 1999

Seit dem Jahr 2000

Beispiel: DOT LKJH U8 I6 0109

Hier ist das entschlüsseln etwas einfacher, die ersten beiden Ziffern sind wieder die Kalenderwoche und die letzten beiden das Jahr der Herstellung. Also die 9. Kalenderwoche im Jahr 2009.

DOT Reifen

Herstellung: 30. Kalenderwoche im Jahr 2006

Achtung: Nicht selten kommt es vor das Reifenhändler Restbestände verkaufen ohne darauf hinzuweisen, so kann es sein das der vermeintlich neue Satz Reifen bereits 3 oder mehr Jahre alt ist. Wenn überhaupt sollten Sie diesen nur gegen einen ordentlichen Preisnachlass aufziehen lassen. Wichtig also zu Wissen wie Ihr das Reifenalter erkennen könnt.

Weitere Artikel passend zum Thema Reifenalter:
Winterreifen Facts
Reifen lagern
Luftdruck prüfen

Winterreifen – Pflicht – Profiltiefe – Alter – das ist alles zu beachten

Jeder Autofahrer weiß das man im Winter mit Winterreifen besser bedient ist. Wer bei Eis und Schnee mit Sommerreifen unterwegs ist der ist sehr leichtsinnig. Denn das Gummigemisch und die Härte der Sommerreifen ist auf keinen Fall für den Winter geeignet, warum Winterreifen wichtig sind und was alles im Zusammenhang mit diesen zu beachten ist lest ihr hier.

Winterreifen

Winterreifen – alle wichtigen Infos

Winterreifen für sicheres Fahren bei Kälte und Schnee

Die Straßenbedingungen die im Winter herrschen unterscheiden sich ganz stark von denen im Sommer. Raureif, Nässe, kalte Temperaturen, Schnee und Eis kommen im schnellen Wechsel häufig vor. Wichtig ist das eure Fahrweise anzupassen und euer Auto rechtzeitig mit passenden Winterreifen auszustatten. Durch eine weichere Gummimischung und ein anderes Profil ist der Winterreifen perfekt auf diese Straßenverhältnisse vorbereitet.

Winterreifen sind Pflicht

Bei uns in Deutschland sind Winterreifen sogar Pflicht. Wer im Winter bei schlechten Straßenverhältnissen von der Polizei angehalten wird und mit Sommerreifen erwischt wird der muss Strafe zahlen. Dabei ist das Winterreifenpflicht eher im Volksmund entstanden. Denn in der Straßenverkehrsordnung steht: „Verbot der Nutzung von Sommerreifen bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte.“ Das heist es dürfen auch M & S Reifen mit dem Schneeflockensymbol gefahren werden ohne Strafe zahlen zu müssen. Reine Winterreifen sind nicht zwingend erforderlich. Bei einem Vergehen drohen ein Punkt in Flensburg und Geldstrafen von 40 bis 120 Euro.

Ab wann Winterreifen

Es gibt kein festes Datum das man hier nennen kann. Aber häufig hört man von O bis O. Das bedeutet von Oktober bis Ostern. Und in den meisten Jahren fahren Sie mir dieser Regelung auch ganz gut. Im Oktober kommen die ersten frostigen Nächte, in diesen sind Winterreifen bereits ein großes Plus an Sicherheit.

Also ziehen Sie die Winterreifen im Oktober auf und wechseln Ostern wieder auf Sommerreifen zurück.

Profiltiefe bei Winterreifen

Natürlich ist auch bei Winterreifen auf die richtige Profiltiefe zu achten. Zwar zählt auch hier die gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6mm aber Experten sind sich einige das bei Winterreifen mindestens 4mm Profil vorhanden sein sollten. Alles darunter sollte aus Sicherheitsgründen nicht mehr gefahren werden, prüfen können Sie das ganz genau mit einem Profiltiefenmesser.
Mehr über die Profiltiefe.

Lagerung von Winterreifen

Wenn Winterreifen gegen Sommerreifen getauscht werden ist auch die Lagerung wichtig damit Sie im nächsten Winter wieder sicher und im neuen Glanz am Auto erstrahlen. Waschen Sie zunächst die Reifen gründlich um Sie von schädlichen Substanzen zu befreien. Danach erhöhen Sie den Luftdruck um 0,5 Bar gegenüber dem Luftdruck den der Hersteller vorgibt. Die Reifen sollten liegend übereinander gelagert werden. Um Kontakt mit dem Boden und somit Benzin, Öl oä. Zu vermeiden empfehlen wir einen praktischen Felgenbaum. Diesen gibt es für wenig Geld im Zubehörhandel oder auch hier Online.

Eine alternative ist die Reifen hängend an der Wand zu lagern.

Reifenalter beachten

Winterreifen sollten nie älter wie 8 Jahre alt sein. Auch wenn das Profil noch gut und ausreichend ist, die Gummimischung wird mit der Zeit zu hart und sollten somit ausgetauscht werden. Das Reifenalter könnt Ihr an der „DOT“ Nummer ablesen.

Fazit: Auf Winterreifen sollte kein Autofahrer verzichten. Dazu noch unsere Tipps beachten und Sie starten sicher in den Winter. Werden neue Reifen benötigt kann man diese günstig im Internet kaufen.

Hier günstige Winterreifen Angebote (Komplett- oder einzeln) Online.

 

Weitere passende Ratgeber:
Reifen richtig lagern