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Radlager selber wechseln – so wirs gemacht

Ein Auto besteht aus sehr vielen Einzelteilen, viele davon bekommt man nie zu Gesicht, so zum Beispiel auch die Radlager. Dabei sind Sie echte Hochleistungsarbeite. Die Radlager sind dazu da um die Antriebswellen und Achsen zu führen. Auf Sie wirken enorm große Kräfte, besonders bei Kurvenfahrten und harten Stößen, zum Beispiel durch Schlaglöcher verursacht. Früher oder später aber geht jedes Radlager kaputt und muss erneuert, gewechselt, werden. Und genau darum geht es in diesem Artikel. Denn versierte Schrauber können Radlager auch selber wechseln. Wir haben uns angeschaut wie das geht und auf was zu achten ist.


Radlager wechseln

Radlager wechseln

Defekte Radlager erkennen – die Symptome

Doch woran merkt man das die Radlager am eigenen Auto kaputt sind? Sehen tut man Sie nicht, aber man hört und fühlt es recht deutlich. Das Auto fängt nämlich an zu Brummen, es ist zudem auch ein rattern festzustellen, besonders in engen und schnellen Kurven. Wenn Sie dieses Geräusch wahrnehmen dann ist es höchste Zeit, Sie sollten sich schnell an das Wechseln der Radlager machen, denn das defekte Radlager baut schnell immer weiter ab, im schlimmsten Fall setzt es sich so fest das das Rad blockiert, das kann ernste Konsequenzen haben und ein Unfall droht.

Beide Radlager ersetzen

Sie sollten sich nicht die Mühe machen und versuchen herauszufinden auf welcher Seite das Radlager Geräusche macht, eine Empfehlung der Sie folgen sollten: immer beide Radlager einer Achse wechseln.

Die Kosten für das wechseln der Radlager

Die Kosten für das Wechseln beider Radlager einer Achse belaufen sich in einer freien Werkstatt auf rund 200 bis 250 Euro, in einer Händlerwerkstatt entsprechend mehr.

Wer es selber macht spart kräftig Geld, denn die reinen Materialkosten liegen zwischen 30 und 80 Euro, und sind abhängig von Auto und Qualität der Lager.

An den Lagern sollten Sie aber auf keinen Fall sparen, eine ordentliche Erstausrüsterqualität sollte es schon sein. Denn günstige Radlager sind meist minderwertiger Schrott, das einzige was Sie damit erreichen, Ihr Auto steht bald wieder in der Werkstatt mit einem neuen Lagerschaden. Also sparen Sie nicht an der Qualität der Lager. Im Internet werden leider häufig Lager aus China angeboten, erkennen Sie im Angebot nicht woher die Lager stammen (Hersteller), dann sollten Sie die Finger davon lassen. Ein deutscher Qualitätshersteller von Lagern ist zum Beispiel braun-waelzlager.de.

Warnhinweis:

Die Radlager selber zu wechseln ist nicht für jedermann geeignet, wer bereits bei der Überlegung zweifelt sollte es nicht selber Wagen und einen Fachmann um Hilfe bitten. Wer allerdings schon Schrauber Erfahrung gesammelt hat, für den ist das wechseln der Radlager keine Hexerei und schnell erledigt.

Trotzdem unbedingt mit der nötigen Vorsicht an die Sache herangehen, denn schließlich wird auch an die Bremse Hand angelegt, und das kann bei Unachtsamkeit sehr böse Konsequenzen haben.

Radlager wechseln – jetzt geht’s los:

Sie benötigen kein Spezialwerkzeug, ein Wagenheber, Unterstellböcke und herkömmlichen Schraubenschlüssel, dazu ein Hammer und das wars.

  • Bauen Sie zunächst das Rad Ihres Autos ab, wie das geht lesen Sie im Artikel Räder wechseln
  • Nun sind Bremssattel und Bremsbeläge dran. Lassen Sie den losen Bremssattel nicht einfach herunterhängen, sondern hängen Sie Ihn mit Draht auf, das vermeidet Schäden am Bremsschlauch. Wie eine Bremse und Bremsscheibe ausgebaut wird, lesen Sie im Artikel: Selber Bremsen wechseln.
  • Entfernen Sie den Bremssattelträger
  • Bauen Sie die Bremsscheibe ab
  • Den Sensorstecker abziehen
  • Jetzt sehen Sie das Radlager und die Radnabe vor sich, versuchen Sie es vorsichtig zu lösen, geht das einfach haben Sie Glück. In den meisten Fällen muss Rostlöser zur Hilfe genommen werden. Tragen Sie davon großzügig auf und lassen Ihn einwirken. Nun sollte das Radlager und die Radnabe leicht zu lösen sein

Es ist nun fast geschafft, säubern Sie alles und es kann an den Zusammenbau gehen.

Setzen Sie das neue Radlager und die Radnabe ein, und bauen alles in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammen.

Die Dauer des ganzen beträgt rund 20 Minuten pro Lager, also in einer Stunde etwas ist eine Achse zu schaffen. Bevor Sie anfangen schauen Sie sich doch Ihre Bremsbeläge und Bremsscheiben an, sind diese naher an der Verschleißgrenze können Sie diese gleich mit wechseln.

Wir wünschen viel Erfolg beim Wechseln der Radlager.

Bremsen selber wechseln – unsere Anleitung

Die Bremsen sind an einem Auto sind ein stark beanspruchtes Verschleißteil. Im Wesentlichen sind es Bremsbeläge und Bremsscheiben, die in regelmäßigen Intervallen (nach Abnutzung) gewechselt werden müssen. Das ist eine Arbeit die ein Hobbyschrauber recht einfach selbst erledigen kann. Es ist kein Spezialwerkzeug nötig, man muss nur wissen wie es geht, und auf was man achten muss. Mit dieser Anleitung zum Bremsen wechseln möchten wir Ihnen alles Nötige mit auf den Weg geben.


Bremsen Wechseln Anleitung

Bremsen Wechseln Anleitung

Sicherheitshinweis

Die Bremsen sind ein sicherheitsrelevantes Bauteil an jedem Auto. Es ist daher wichtig, das Arbeiten an der Bremse mit größter Sorgfalt durchgeführt werden müssen.  Sie sollten schon ein gewisses technisches Verständnis haben bevor Sie sich an das wechseln der Bremsbeläge machen. Wenn Sie dann noch keine zwei linken Hände haben, dann sollte mit einer richtigen Anleitung nichts mehr schief gehen.

Die Bremsbeläge kaufen

Sie können natürlich zur Vertragswerkstatt Ihres Autoherstellers gehen und dort einen Satz Bremsbeläge oder Bremsscheiben bestellen, das ist allerdings auch die teuerste Methode.

Viele günstiger, und keinesfalls schlechter, kommen Sie Online. Denn Bremsbeläge für nahezu jedes Auto können Sie auch online bestellen. Hier sollten Sie natürlich nicht das billigste Noname Angebot aus einem Auktionshaus wählen. Schauen Sie sich das Angebot genau an, ist der Hersteller der Bremsbeläge explizit genannt, dann ist das schon mal ein gutes Zeichen. Auch bei allen großen Shops für Autoersatzteile bekommen Sie keinen Billigplunder verkauft, das wäre gerade bei Bremsen ein Lebensgefährliches unterfangen.

Am besten Sie schauen einfach mal bei Amazon – auch dort gibt es viele Händler die Bremsbeläge sowie Bremsscheiben anbieten, der Vorteil ist das Sie direkt Bewertungen zum Produkt lesen können.

Klicken Sie hier und kommen zur Bremsbelagsauswahl bei Amazon.

Wann müssen die Bremsen gewechselt werden?

Das ist immer unterschiedlich und abhängig von Autotyp und Fahrweise, werden die Bremsen stark beansprucht dann nutzen Sie sich natürlich auch stärker ab. Zwischen 30.000 und 70.000 KM kommt man mit einem Bremsbelag meist hin. Bei Elektroautos können es auch 100.000 Kilometer sein.

Spätestens wenn die Bremsen quietschen, sollten Sie nicht länger warten. Bei neueren Autos gibt es eine Verschleißanzeige, diese zeigt Ihnen im Cockpit an wann die Bremsen runter sind.

Aber natürlich können Sie auch selbst hinschauen, denn man kann auch im eingebauten Zustand den Bremsbelag erkennen, ist dieser nur noch 4mm stark, dann sollte er spätestens jetzt gewechselt werden.

Bremsbelagdicke

So erkennen Sie die Bremsbelagdicke

Die Bremsscheibe mit wechseln?

Wenn Sie zu lange warten und die Bremsbeläge sind völlig abgefahren, dann bremst „Metall auf Metall“ – dann sind die Bremsscheiben schnell kaputt und müssen mitgewechselt werden. Wer also zu lange mit dem Wechsel der Bremsbeläge wartet, für den kann es unnötig teuer werden.

Die Bremsen wechseln – unsere Anleitung:

Wir haben eine bebilderte Anleitung für Sie erstellt wie man beim Wechseln der Bremsen vorgeht. Natürlich ist das nicht bei jedem Autotyp exakt gleich, aber die arbeiten und der Ablauf sind sehr ähnlich, so können Sie diese Anleitung zum Bremsen wechseln auf fast jeden Autotyp übertragen. In unserem Beispiel diente ein VW Amarok als Testfahrzeug.

1.       Den Reifen demontieren

Zunächst muss natürlich der Reifen auf der Seite demontiert werden, auf welcher Sie beginnen möchten. Dazu heben Sie das Auto mit einem Wagenheber an, und sichern es mit einem Unterstellbock, Alternativ können zum Sichern auch starke Kanthölzer verwendet werden.

Nun werden die Radmuttern entfernt und das Rad wird abgenommen und beiseite gelegt.

Reifen demontieren

Den Reifen demontieren

2.       Den Bremssattel abbauen

Sie sehen nun folgendes Bild vor sich:

Bremssattel

Der Bremssattel

Der Bremssattel hält die Bremsbeläge und umschließt die Bremsscheibe, um an die Bremsbeläge zu gelangen muss also der Bremssattel abgeschraubt werden. In der Regel befinden sich hinten zwei Schrauben die gelöst werden müssen. Diese sind oft sehr fest, eine große Ratsche mit passender Nuss ist hier nötig. Sind die beiden Schrauben entfernt, können Sie Ihn von der Bremsscheibe ziehen. Der Bremssattel hängt an der Bremsleitung, diese ist flexibel, es sollte aber trotzdem nicht daran gezogen werden. Legen Sie den Bremssattel am besten auf die Bremsscheibe, so dass Sie bequem weiter arbeiten können.

Sie sehen nun die abgefahrenen Bremsbeläge. Diese müssen Sie nun abnehmen, je nach Automodell ist das etwas abweichend. Im Falle des Amarok werden die Bremsbeläge einfach in Halteplättchen reingeklickt. Andere Autos haben Haltespangen die entfernt werden müssen. Mit etwas technischem Verständnis sieht man das aber, und es sollte kein großes Problem darstellen.

Bremsbeläge Vergleich

Vergleich der Bremsbeläge

3.       Die Bremskolben zurückstellen / zurückdrücken

Ein wichtiger Schritt, ohne den der Bremsenwechsel nicht funktioniert. Durch das abnutzen der Bremsbeläge kommen die Bremskolbe

n kontinuierlich weiter heraus in Richtung Bremsscheibe. Die neuen, dickeren Bremsbeläge passen nun nicht mehr zwischen die Bremsscheibe, also müssen die Bremskolben zurückgestellt werden.

Wer vorhat in Zukunft regelmäßig seine Bremsbeläge selber zu wechseln, der kann sich einen Bremskolbenrücksteller kaufen, dieser kostet nur rund 20 Euro, lässt aber ein sauberes arbeiten zu.

Einen Bremskolbenrücksteller können Sie zum Beispiel hier bestellen.

Aber es geht auch ohne, eine Wasserpumpenzange oder eine Schraubzwinge leistet hier gute Dienste.

Wie in dem folgenden Bild zu sehen ist können Sie mit einer Schraubzwinge die Kolben zurückdrücken. Das Bild dient der besseren Ansicht dieses Vorganges. Legen Sie zum Schutz der Bremskolben  etwas zwischen Schraubzwinge und Bremskolben, um Beschädigungen zu vermeiden. Drehen Sie nun langsam die Schraubzwinge fester, Sie werden sehen und spüren wie der Bremskolben langsam in seiner Führung verschwindet.

Bremskolben zurückstellen

Bremskolben zurückstellen

Zum leichteren arbeiten können Sie den Deckel des Bremsflüssigkeitsbehälters öffnen, haben Sie aber immer einen Blick auf diesen, es kann sein das der Stand im Behälter steigt und Bremsflüssigkeit überlauft. Falls das so ist müssen Sie mit einer Spritze etwas Flüssigkeit absaugen, aber nur wo wenig, dass der Behälter nicht überläuft.

Der Bremssattel geht nicht von der Bremsscheibe?

Ist die Bremsscheibe schon etwas abgenutzt dann kann es sein das der Bremssattel nicht drüber rutscht, die Bremsbacken hängen dann an dem Grat der Bremsscheibe, hier können Sie mit einem Schraubenzieher vorsichtig zwischen Bremsscheibe und Bremsbelag fahren, achten Sie beim Hebeln darauf die Bremsscheibe nicht zu beschädigen, wenden Sie keine Gewalt an. Drücken Sie den Bremskolben langsam und mit Gefühl ein wenig zurück, bis sich der Bremssattel über die Bremsscheibe ziehen lässt.

4.       Die Bremse reinigen

Sind die Bremskolben zurückgedrückt und die alten Beläge entsorgt, dann wird es Zeit, die Bremse zu reinigen und von Bremsstaubrückständen zu befreien. Das geht am besten mit Bremsenreiniger, Lappen und Drahtbürste.

Bremsenreiniger und Drahtbürsten gibt es hier.

5.       Die neuen Bremsbeläge einbauen

In umgekehrter Reihenfolge geht es nun wieder an den Zusammenbau, nehmen Sie dazu die neuen Bremsbelege aus der Verpackung und setzen Sie diese wieder genauso ein wie die alten darin saßen. Vergessen Sie nicht eventuelle Halteklammern.

neue Bremsbeläge

Die neuen Bremsbeläge

Waren Die Bremsbeläge mit Schrauben gesichert, dann nehmen Sie neue Schrauben, diese liegen der Verpackung bei. Ist Ihr Fahrzeug mit einer Bremsenverschleißanzeige ausgestattet dann liegen auch neue Kabel in der Verpackung, diese sollten Sie ebenfalls erneuern.

Setzen Sie den Bremssattel wieder auf die Bremsscheibe und befestigen ihn mit einem Drehmomentschlüssel, die jeweiligen Newtonmeter finden Sie im Internet heraus oder werfen einen Blick in die Bedienungsanleitung Ihres Autos.

Montieren Sie nun wieder den Reifen und lassen Ihr Auto vom Wagenheber herunter.
Wiederholen Sie das gleiche Spiel auf der anderen Seite und fertig – rund 100 bis 200 Euro gespart, und die Bremsen einfach selbst gewechselt.

Nochmals ein Hinweis: Fühlen Sie sich der Sache nicht gewachsen, haben Sie zu viel Respekt vor dem selber Wechseln der Bremsen? Dann lassen Sie das von einem Fachmann machen.

Wichtig ist das Sie im Stand mehrfach das Bremspedal kräftig durchtreten, so bauen Sie wieder neuen Druck im Bremssystem auf.

Die Bremsscheiben wechseln

Sind auch Ihre Bremsscheiben verschlissen dann müssen diese natürlich gleich mit gewechselt werden, sonst sind Ihre neuen Bremsbeläge nach kurzer Zeit wieder runter.

Die Bremsscheiben zu wechseln ist kein großer Aufwand, dazu einfach die Halteschraube lösen. Achten Sie darauf richtiges Werkzeug zu verwenden, die Schraube sitzt meist sehr fest. Wichtig ist das diese nicht rund gedreht wird.

Die Scheiben können dann ganz einfach von der Radnabe genommen werden.

Fazit: Das Bremsen wechseln ist für einen technisch versierten Schrauber kein Problem. Mit dieser Anleitung gelingt das Bremsen wechseln ganz einfach. Übrigens wird immer Achsweise gewechselt, also immer die Bremsbeläge rechts und links, sowie die Bremsscheiben rechts und links, gleichzeitig wechseln.

Elektro Schweißen – was braucht man dafür alles?

Jeder Hobby Schrauber braucht irgendwann einmal etwas geschweißt. Wenn das bei Ihnen auch häufiger vorkommt dann können Sie darüber nachdenken sich eine eigene kleine Schweißausrüstung anzuschaffen. Im Heimwerkerbereich ist das E-Hand Schweißen am häufigsten vertreten, mit diesem Verfahren zu schweißen ist einfacher wie häufig gedacht das Schweißgerät ist erschwinglich. Was Sie tun und besorgen müssen um selber zu Hause E-Schweißen zu können das lesen Sie in diesem Ratgeber.


E-Schweißen

E-Schweißen

Was ist E-Schweißen?

Kurz und mit einfachen Worten möchten wir erklären was beim E-Schweißen passiert.
Die Elektrode ist die Anode, also der Pluspol, und das Werkstück die Kathode, also der Minuspol. Wenn nun die Elektrode an das Werkstück herangeführt wird dann kommt es zu einem Kurzschluss, dabei entsteht ein Lichtbogen. Durch den Lichtbogen wird es sehr heiß, die Werkstücke werden zum Schmelzen gebracht, die Elektrode dabei zum Abschmelzen.

Wenn die Werkstücke erkaltet sind dann sind Sie fest miteinander verbunden.

Was wird für das E-Schweißen benötigt?

Im Grunde nicht viel, Sie benötigen:

Ein Elektroden Schweißgerät gibt es bereits ab 80 Euro zu kaufen, je nachdem was Sie schweißen wollen müssen Sie nur noch die passenden Elektroden dazu kaufen.

Ein E-Schweißgerät sieht folgendermaßen aus:

Arbeitsschutz beim Schweißen besonders wichtig

Arbeitsschutz ist natürlich immer wichtig, aber besonders beim Schweißen sollten Sie allergrößten Wert darauf legen. Denn die Hitze, der Funkenflug und der Lichtbogen sind große Gefahrenquellen.

Als erstes brauchen Sie einen Schweißerhelm, denn Sie dürfen auf keinen Fall in den Lichtbogen Schauen, das würde Verletzungen am Auge geben. Früher wurde viel mit einem Handschild gearbeitet, das schützt zwar auch die Augen und das Gesicht, aber es geht Ihnen eine Hand verloren weil der Handschild ständig gehalten werden muss. Da die UV Strahlung des Lichtbogens sehr hoch ist genügt es nicht einfach eine Schutzbrille zu tragen, das würde Ihrem Gesicht schaden. Ein Schweißerhelm ist unabdingbar.

Häufig sieht man das „nur mal eben schnell etwas geschweißt“ werden muss, mit kurzen Hosen und freiem Oberkörper geht es ans Werk, es ist ja nicht viel zu schweißen. Doch bereits beim Ansetzen der Elektrode kann ein glühend heißer Funken so ungünstig wegschnipsen, dass er Sie trifft, der Funke brennt sich sofort in die Haut ein, Sie haben keine Chance noch etwas zu retten.

Wichtig daher: Immer eine Schutzkleidung zu tragen die den Körper vollständig bedeckt. Zusätzlich eignet sich eine Lederschürze sehr gut um Funken vom Körper oder der Kleidung fernzuhalten.

Die ersten Schweißversuche

Auch wenn das E-Schweißen nicht sehr kompliziert ist dann gehört natürlich viel Übung dazu. Wir möchten mit dieser Anleitung auch ausschließlich über Schweißen im Heimwerkerbereich berichten, also mal eine angebrochene Schubkarre schweißen oder ähnliches. Nicht umsonst gibt es den Beruf des Schweißers.

Schweißen

Schweißen

Haben Sie alles besorgt was nötig ist dann kann es losgehen. Ihre ersten Schweißversuche sollten Sie an Blechabschnitten üben. Legen Sie zunächst ein Stück Blech auf einen nicht brennbaren Untergrund. Achten Sie darauf, dass auch in der nahen Umgebung nichts steht was Feuer fangen kann.

Befestigen Sie die Minusklemme am Werkstück, schalten das E-Schweißgerät an und tippen mit der Elektrode auf das Blech. Sie werden merken, dass sich sofort ein Lichtbogen entzündet, nehmen Sie die Elektrode sofort wieder vom Werkstück weg, der Lichtbogen verschwindet.

Im zweiten Versuch setzen Sie die Elektrode auf das Blech auf bis ein Lichtbogen entsteht. Ziehen Sie nun die Elektrode einige Zentimeter behutsam über das Werkstück und ziehen Sie danach sofort wieder weg. Nehmen Sie nun einen Schlackehammer, wenn Sie keinen haben kann auch ein Meißel aushelfen. Entfernen Sie damit die entstandene Schlacke, wenn Sie nun einen verschmolzenen Punkt bzw. eine Raupe entdecken die metallisch aussieht, dann haben Sie alles richtig gemacht.

Versuchen Sie als nächstes zwei Blechstücken mit einer Naht zusammenzuschweißen.

Bei Ihren ersten Versuchen wird es vorkommen das die Elektrode am Werkstück „kleben“ bleibt. Wenn die Elektrode festbacken sollte dann müssen Sie diese schnellstmöglich durch wackeln und kräftiges ziehen entfernen, denn durch das festbacken kann das Schweißgerät kaputt gehen.

Achtung: Verstehen Sie diese Anleitung und das E-Schweißen, ohne entsprechende Ausbildung, lediglich als Behelf im Heimwerkerbereich. Schweißen Sie auf keine Fall tragende Konstruktionen oder Dinge am Auto, das sind Dinge die Sie unbedingt einem Profi überlassen sollten.

Fazit: Wer gern bastelt und schraubt, vielleicht noch Haus und Hof hat, für den ist es eine Überlegung wert sich ein eigenes Schweißgerät und die nötige Schutzausrüstung anzuschaffen.

 

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Ölwechsel selber machen – hier unsere Anleitung

Jeder Moto braucht ÖL der die beweglichen Teile schmiert und Sie ein ganzes Autoleben Verschleißfrei hält. Motoröl wirkt dabei wie ein Gleit- und Schutzfilm der sich im diese Teile legt und Sie vor Reibung aneinander schützt.

Gutes Öl ist somit extrem wichtig für jeden Motor. Doch leider ist noch kein Öl erfunden das seine Geschmeidigkeit und Fließfähigkeit für immer behält. Darum ist ein regelmäßiger Ölwechsel so wichtig. Je nach Hersteller und Autotyp sind die Ölwechselintervalle bei 15.000, 20.000 oder auch 30.000 Kilometern festgelegt. Welcher Intervall für euer Auto festgelegt wurde das erfahrt Ihr in der Betriebsanleitung.

Ölwechsel selber machen

Ölwechsel selber machen

Ölwechsel selber machen?

Fragt man eine Werkstatt dann rät diese davon ab den Ölwechsel selber zu machen, ist auch logisch denn das ist eine Arbeit mit der Sie Geld verdienen. Doch wenn Ihr euch davon nicht abbringen lasst dann könnt Ihr bei dieser Routinearbeit ordentlich Geld sparen, etwas Zeit und Material ist notwendig, dazu die passende Anleitung und schon ist der Ölwechsel so gut wie erledigt. Denn wer keine zwei linken Hände hat schafft das auch, wir erklären Schritt für Schritt alle notwendigen Punkte.

Zunächst ist es wichtig das Ihr Motoröl und einen Ölfilter besorgt. Beides muss natürlich passen, schaut im Betriebshandbuch eures Autos welche Sorte Öl verwendet werden muss, daran solltet Ihr euch unbedingt halten. Auch der Ölfilter muss natürlich genau für euren Autotyp sein. Beide Dinge könnt Ihr euch bequem von zu Hause im Internet bestellen, weiter unten mehr dazu.

Motoröl

Das passende Motoröl

Ölwechsel Anleitung:

Zunächst müsst Ihr das Auto warm fahren, der Motor sollte Betriebstemperatur von 90 Grad erreicht haben.

Stellt das Auto nun auf eine ebene Fläche und öffnet die Motorhaube. Sucht die Öleinfüllöffnung und öffnet den Deckel.

Sucht nun nach der Ölablasschraube des Motors. Dieser ist an der tiefsten Stelle des Autos. Also etwas körperlicher Einsatz ist gefragt. Schaut vorher wieviel Öl im Motor ist, dazu passend benötigt Ihr unbedingt ein ausreichend großes Gefäß mit dem Ihr das Öl auffangt. Legt Vorsichtshalber die Stelle unter dem Auto großzügig aus um eventuelle Ölspritzer aufzufangen.

Öffnet nun mit einem passenden Schraubenschlüssel vorsichtig die Ölablassschraube. Aber Achtung, das Öl kann heiß sein. Achtet also darauf keinen Kontakt mit der Haut zu haben.

Lasst dem Öl ausreichend Zeit um komplett aus dem Motor zu laufen.

In der Zwischenzeit können Sie den Ölfilter abschrauben. Wenn dieser fest sitzt kann ein alter Ledergürtel als Hilfe wahre Wunder wirken, diesen um den Ölfilter wickeln und dann am entsprechenden Ende ziehen.

Reinigt die Kontaktfläche am Motorblock wo der Ölfilter anliegt mit Bremsenreiniger und einem Lappen. Die Kontaktfläche am neuen Filter sollte mit etwas Fett eingerieben werden.

Den Ölfilter könnt Ihr zwischenzeitlich wieder montieren, handfest anziehen genügt.

Schraubt nun die Ölablassschraube wieder in die Ölwanne.

Schauen Sie noch einmal in die Betriebsanleitung Ihres Autos nach der genauen Ölmenge. Diese sollten Sie nun möglichst genau in den Motor füllen.

Starten Sie nun den Motor und lassen Ihn 5 Minuten laufen. Kontrollieren Sie den Ölstand und füllen wenn nötig etwas Öl nach.

Fahren Sie nun das Auto bis es Betriebstemperatur erreicht hat oder ca. 5 km, kontrolliert nun den Ölstand erneut.

Wichtig ist auf keinen Fall zu viel Öl in den Motor zu füllen, wenn Ihnen das passiert müssen Sie noch vor dem Fahren etwas Öl ablassen.

Ölfilter

So sieht ein Ölfilter aus

Entsorgung des Altöls

Gehen Sie auf jeden Fall gewissenhaft mit dem Altöl um, dieses muss fachgerecht entsorgt werden da es hochgiftig ist. Es gibt spezielle Schadstoffannahmestellen wo Ihr es loswerden könnt.

Fazit: Das war es schon, Ölwechsel einfach innerhalb weniger Minuten selbst gemacht. Kein teures Spezialwerkzeug und keine Hebebühne sind nötig. Das richtige Öl und der Ölfilter und schon kann diese wichtige Aufgabe von euch selbst durchgeführt werden.

Motoröle können Sie hier Online bestellen.

Passende Ölfilter hier.

 

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