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Kratzer selber polieren / Kratzer entfernen

Jeder Autofahrer kennt das, man kann aufpassen wie man will, irgendwann kommen die ersten Kratzer in den Lack des Autos. Egal ob man es neu hat oder schon länger fährt, ärgerlich ist es allemal.

Und Kratzer jeder Art passieren sehr schnell, in der engen Tiefgarageneinfahrt die Gummibande „geküsst“, beim parken unter dem Carport die Mülltonne berührt, oder einen tief hängenden Ast bei voller Fahrt über das Dach schleifen lassen.


Kratzer polieren - so gehts

Kratzer polieren – so gehts

Aber auch wenn man sich noch so sehr vorsieht, Kratzer passieren auch ohne eigenes Zutun, nämlich dann, wenn diese durch Steinschlag oder Vandalismus passieren.Auch wenn jeder Kratzer ärgerlich ist, die gute Nachricht vorweg: Nicht immer muss man in die Werkstatt um den Kratzer entfernen zu lassen, denn kleine Kratzer kann man auch recht einfach selber weg polieren, wir zeigen Ihnen wie das geht.

Welche Kratzer im Lack können selber entfernt / poliert werden?

Schauen Sie sich den Kratzer genau an, wenn der Dreck abgewaschen ist gehen Sie ganz nah heran, sieht man im Kratzer bereits eine andere Farbe durch, dann wird das die Grundierung sein, in diesem Fall ist nichts mehr mit polieren. Hier müssen die Profis oder ein Lackstift ran.

Machen Sie außerdem den Fingernageltest, fahren Sie mit eine Fingernagel über den Kratzer, merken Sie den Kratzer leicht, dann haben Sie gute Chancen den Kratzer wegpolieren zu können, hakt Ihr Fingernagel allerdings regelrecht ein und bleibt hängen, dann ist das ein Zeichen dafür das Sie selbst nicht viel machen können.

Aufbau von Autolack

Moderner Autolack besteht in der Regel aus vier Schichten, diese Schichten haben alle zusammen eine Dicke von 1mm, also soviel wie ein Haar von uns Menschen. Die Farbschicht ist dabei nur 0,015 Millimeter dünn. Wenn Sie einen Kratzer im Klarlack, also in der äußersten Schicht haben, dann bekommen Sie den meist selbst weg poliert, ist die eigentliche Lackschicht angekratzt dann wird es schon kniffliger, ist der Kratzer allerdings bis auf den Füller oder sogar die Grundierung, dann ist eine Werkstatt oder Lackiererei Ihre Anlaufstelle.

Damit Sie sich den Aufbau besser vorstellen können hier mal eine Skizze:

 

Der Aufbau von Autolack

Der Aufbau von Autolack

Kratzer im Lack nicht nur ein Schönheitsfehler!

Natürlich sehen Kratzer im Lack nicht schön aus, allerdings könne Sie noch schlimmere Folgen haben, Sie sind nämlich das Einfallstor für Rost, wenn der Lackkratzer tief genug ist dann kann Wasser auf das Blech gelangen und fängt dort an zu Rosten, das passiert unter dem Lack so das Sie lange nichts davon mitbekommen, erst wenn der Lack anfängt zu „blühen“. Also tiefe Kratzer nicht lange im Lack lassen.

Wie kann ich nun selber den Kratzer polieren?

Das geht im Grunde ganz einfach, Sie brauchen lediglich:

  • Putzeimer
  • Warmes Wasser
  • Schwamm
  • Tücher
  • Autoleder
  • Spülmittel
  • Kratzer Entferner Set – hier kaufen
SONAX 305941 KratzerEntfernerSet Lack, 50ml
  • PoliturenSet zur manuellen Beseitigung von lokalen Kratzern und Schrammen aus Klarlacken
  • In 2-3 einfachen Schritten können selbst tiefe Kratzer spurlos entfernt werden, sofern sie nicht bis zum Basislack oder zur Grundierung reichen
  • Inhalt: 25 ml SONAX Polish 1, 25 ml SONAX Finish 2, 4 Schleifblüten (Körnung P5000), 3 PolierVliese, 1 PolierStempel

Bevor Sie sich an das Polieren des Kratzers machen ist das säubern dran, entfernen Sie den Bereich großflächig mit warmem Wasser und Spülmittel. Trocknen Sie nun den Bereich mit dem Autoleder.

Nun nehmen Sie die Autopolitur aus dem Kratzer-Entferner-Set und tragen diese großflächig auf und reiben diese unter kreisenden Bewegungen ein.

Aber Achtung: In einer Autopolitur befinden sich kleinste Schleifmittel die ähnlich wie Schleifpapier wirken und winzig kleine Lackschichten abtragen. Das soll so sein, allerdings kann man damit auch einen großen Schaden machen, wenn man es übertreibt. Keine Angst, das passiert nur wenn man mit extrem viel Kraft und sehr lange versucht den Kratzer wegzupolieren. Also weniger ist mehr.

Auf dem Lack bildet sich ein Schleier von der abgenutzten Politur, diesen lassen Sie auf dem Lack gut abtrocknen.

Nach dem Trocknen polieren Sie diesen Film mit einem weichen (Frottee-) Tuch einfach weg.

Jetzt sehen Sie das Ergebnis, vielleicht haben Sie Glück und der Kratzer ist bereits jetzt erfolgreich weg poliert, wenn nicht wiederholen Sie den Vorgang einfach.

Kratzer entfernen mit einem Lackstift

Wenn der Kratzer zu tief ist um Ihn wegzupolieren, dann können Sie Ihn mit einem Lackstift überdecken, mit einer ruhigen Hand überpinseln Sie damit den Kratzer.

Den Lackstift sollten Sie stets anhand Ihrer Farbnummer vom Auto bestellen, nur so erreichen Sie ein gutes Ergebnis.

Der Lackstift hat allerdings einen Nachteil, denn er muss regelmäßig neu aufgetragen werden.

Hier können Sie einen Lackstift passend zu Ihrer Farbe bestellen.

Kratzer in der Werkstatt entfernen lassen – was kostet das?

Wenn alles nichts hilft, oder Sie sich vielleicht nicht selbst trauen Hand anzulegen, dann hilft nur der Gang in die Werkstatt. Konventionell wird das Teil komplett lackiert, welches beschädigt ist, also zum Beispiel die ganze Tür, oder der ganze Kotflügel.

Und das ist teuer, mit Kosten von 300 Euro aufwärts können Sie rechnen.

Smartrepair

Wenn der Kratzer oder die Delle nicht zu groß ist dann kommt vielleicht eine Smartrepair Reparaturmethode in Frage, wie der Name schon sagt ist diese Smart – also klein, das heißt natürlich auch billiger. Kleine Kratzer kosten mit der Smartrepair Methode häufig zwischen 30 und 80 Euro.

Fazit: Kleine Kratzer zu polieren ist durchaus eine Sache die man selber erledigen kann, gehen Sie einfach ruhig und mit bedacht an die Sache heran, dann eigentlich nichts schief gehen.

Hier bekommen Sie ein Kratzer-Polierset.

 

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Auto Polieren – so wirds richtig gemacht

Wer sein Auto liebt der pflegt es auch regelmäßig, dazu gehört natürlich das Waschen und Polieren des Autos. Besonders letzteres ist unter Autofahrern umstritten, manche Polieren Ihr Auto selbst und von Hand und wiederum andere drücken sich um diese Arbeit. Doch pflegt regelmäßiges Polieren den Lack und lässt Ihn viel länger frisch erstrahlen. Das sieht nicht nur besser aus sondern erhöht natürlich den Wiederverkaufswert wenn es einmal soweit ist. Wenn Ihr euren fahrbaren Untersatz ab jetzt auch selber polieren wollt dann haben wir hier eine Anleitung und wichtige Infos zusammengefasst.

Auto selber polieren

Frisch polierter Lack

1. Das Auto Waschen

Vor dem Polieren steht das gründliche Waschen des Autos auf dem Plan. Besonders der Lack muss komplett sauber sein, Dreck der sich noch auf dem Lack befindet kann unter Umständen beim Polieren Beschädigungen im Lack hervorrufen. Am besten Ihr nehmt Autoshampoo zur Hilfe.
Zum Waschen geht auch Regenwasser.

2. Jetzt geht’s ans polieren

Ganz wichtig: niemals unter direkter Sonneneinstrahlung das Auto polieren. Das geht in jedem Fall schief. Warten Sie bis die Sonne weg ist oder stellen das Auto in eine Garage oder Carport.

Gebt das Poliermittel auf das Poliertuch / Polierwatte und nicht auf den Lack. Beginnt mit dem Dach und arbeitet euch dann abwärts. Immer nur ein Teil polieren, dazu die Politur unter kreisenden Bewegungen auf den Lack auftragen, der Druck sollte gleichbleibend und sanft sein. Anschließend warten Sie bis die Politur getrocknet ist, das sieht man wenn sich ein weißer Schleier gebildet hat. Nun geht’s ans Polieren, mit einem Frotteetuch oder Polierwatte die angetrocknete Politur vom Lack abtragen.

3. Beschädigter, stumpfer Lack

Bei älteren Autos kann es vorkommen das vereinzelt Lackstellen verblichen aussehen. Diese Stellen sieht man besonders gut nach dem Waschen. Hier müsst Ihr vor dem polieren mit einem Lackreiniger ran, dieser trägt die oberste, verblichene,  Lackschicht ab.

Das war es schon, je nach Auto sollte man mit dem Polieren in einer halbe bis Stunde fertig sein.

Nachfolgend noch einige wichtige Punkte zum Thema:

Welche Politur wird empfohlen

Das ist ganz abhängig vom Alter und Zustand des Lacks. Bei neueren Autos muss es keine spezielle Politur sein. Bei älteren Fahrzeugen gibt es spezielle Polituren mit Lackaufbereiter.
Eine bestimmte Politur von einem Hersteller kann man nicht als „Die Beste“ nennen, denn das Angebot ist riesengroß. Grundsätzlich kann man aber sagen das Polituren von Namenhaften Herstellern zwar etwas mehr Geld kosten aber am Ende das beste Ergebnis erzielen.

Hier eine kleine Übersicht über verfügbare Autopolituren.

Achten Sie darauf das die Politur auch für Kunststoff und anderen Materialien verwendet werden kann, anderenfalls kann es hässliche Flecken geben wenn Politur auf Kunststoffteile gelangt.

Putzlappen oder spezielle Tücher

Grundsätzlich kann man das Auto waschen und polieren mit herkömmlichen Putztüchern. Aber speziell beim polieren haben Poliertücher den Vorteil das es schneller geht und die Politur einfacher aufgetragen werden kann. Man kann die Poliertücher bei Bedarf wieder waschen so das diese oft verwendet werden können.

Hier eine Übersicht über Auto Poliertücher.

Zum auspolieren eignet sich Polierwatte am besten – hier klicken.

Poliermaschine

Wer sein öfter, oder mehr wie eins, poliert der sollte über die Anschaffung einer Poliermaschine nachdenken. Der Poliervorgang geht damit wesentlich schneller und das Ergebnis wird durch die gleichmäßigen Bewegungen der Poliermaschine oft auch deutlich besser. Wenn Ihr euch eine Poliermaschine kauft dann aber kein Sonderangebot für 20 Euro aus dem Baumarkt, mit diesen Maschinen werdet Ihr keine Freude haben.

Hier eine Übersicht über aktuelle Poliermaschinen.

Kunststoffteile Pflegen

Poliermaschine

Poliermaschine

Wenn am Auto unlackierte Kunststoffteile sind dann wollen diese natürlich auch gepflegt werden. Wenn Ihr eine entsprechende Politur habt die man dafür nehmen kann dann wird das Ergebnis auch meist gut. Besser sind spezielle Kunststoffreinger. Dieser wird ähnlich wie die Politur aufgetragen  und nach dem trocknen mit einem sauberen Tuch entfernt.

Hier gibt es verschiedene Kunststoffreiniger.